Valeria M NTE
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Erfahrungsbeschreibung:

Ich war sehr muede nach den drei Monaten der Pflege von meinem Vater, der schliesslich in meinen Armen starb. Danach konnte ich mehr schlafen und es gelang mir, die Beerdigung und die damit verbundenen Aufgaben zu organisieren. Ich war auf mich allein gestellt, da meine Mutter schon vorher starb. Nach dem letzten Ereignis, der Beerdigung und dem Abschluss aller Aktivitaeten konnte ich endlich anfangen, meine koerperliche Anspannungen zu loesen.

Zwei Wochen spaeter verbrachte ich einen Abend mit meinen Freunden. Wir hatten eine Probe mit unserer Blues Band. Als wir dort ankamen, war ich muede und mir war schwindelig. Waehrend sie in den Keller zum Proberaum gingen, musste ich draussen an der frischen Luft bleiben. Ich sagte meinen Freunden, dass ich nachkommen wuerde, aber es wurde noch schlimmer. Ich hatte keine Kraft mehr, bekam Kopfschmerzen, es fiel mir schwer zu atmen, mein Mund trocknete vollstaendig aus und ich hatte einen Druck in meinem Kopf, als ob er zusammengedrueckt worden waere. Obwohl es nicht kalt war, fror ich und wurde immer mueder, nachdem ich mich auf eine Bank gelegt hatte. Nachdem es ganz schlimm wurde, sammelte ich all meine Kraft zusammen, ging zu meinen Freunden, um zu ihnen zu sagen, dass etwas mit mir nicht stimmte.

Als sie mich sahen, packten sie mich ins Auto und brachten mich zur naechsten Notarztpraxis. Es war ein Patient drin, aber ein Freund von mir klopfte an die Tuer und sagte, es sei "dringend". Der Arzt kam aus seinem Zimmer und ueberprüfte meinen Blutdruck und meinen Puls.

Erschrocken liess er meinen Arm fallen, rannte in die Praxis und rief die Notambulanz. Ich wurde ins Zimmer gebracht, auf ein Bett gelegt und mit einer Decke zugedeckt. Mir war sehr schlecht, ich hatte Schmerzen sowie alle zuvor beschriebenen Symptome und fror. Als ich dort lag, war mir klar, dass ich sterbe. Es war wie eine Klarheit, ueberhaupt nicht beaengstigend sondern ganz im Gegenteil. Ich fuehlte Frieden, fuehlte, dass mir nichts in meinem Leben fehlte. Bis auf eine Sache hatte ich alles gut gemacht. Es aergerte mich, dass ich kein Testament geschrieben habe, da ich gerade das Haus meines Vaters geerbt habe. Ohne meinen letzten Willen wuerde es an den Staat fallen.

Aber auch das ist vergangen. Ich fing an, mich gleichzeitig euphorisch und sehr friedlich zu fuehlen, glueckselig, eine Art Gefuehl, worauf ich mein ganzes Leben lang wartete. Es fuehlte sich an, als ob mein Koerper sinken wuerde, wie auf der Wasseroberflaeche in einer Badewanne und das Wasser fliesst heraus. Es war klar, dass ich jetzt sterbe. Zur gleichen Zeit verlor ich das Gefuehl meines Koerpers. Es gab kein Frieren mehr, keine Kopfschmerzen, keinen schwierigen Atemzug, keinen Schwindel, nichts mehr als ein sehr angenehmes Schweben auf einer Oberflaeche, tiefer und tiefer. Ich sah die Notaerzte in roter Kleidung ankommen, sah die hintere Tür des Krankenwagens und lag drinnen auf dem Bett.

Die zwei Aerzte machten auf beiden Seiten meines Koerpers etwas. Ich sah meine Freunde draussen vor der Tuer des Krankenwagens. Sie blieben zusammen und machten sich ernsthaft Sorgen um mich. Einer von ihnen hatte eine Flasche Wein mit Cola, trank davon und gab die Flasche unserem Schlagzeuger in die Hand. Er kam zur Tuer, ging zurueck und trank immer zwischendurch. So ging es weiter fuer eine Weile.

Ploetzlich verspuerte ich einen scharfen Schmerz, eine Nadel steckte in meinem linken Arm. Es war das erste koerperliche Gefuehl nach einer Weile, ich kam zurueck. Obwohl es klar war, dass ich zum Zeitpunkt des Sinkens im Sterben lag, wusste ich nicht, dass ich tot war oder empfand sonst irgendetwas seltsam. Es war einfach natuerlich, meine Freunde ausserhalb des Krankenwagens zu sehen, es war ein normaler Teil meines „Lebens“. Ich konzentrierte mich auf sie und sah nichts mehr, weder meinen Koerper noch die Aerzte. Ich sah nur die Sorge, das Erstaunen und die Verwirrung meiner trinkenden Freunde, die nicht wussten was sie machen sollten, als ich in den Krankenwagen kam.

Es wurde vereinbart, dass mein Freund mich ins Krankenhaus begleitete. Ich verbrachte eine Nacht auf der Intensivstation und die Aerzte suchten danach zwei Wochen nach dem Grund. Ich war in einem normalen Krankenzimmer. Es wurde nichts diagnostiziert, ausser einem Erschoepfungszustand. Danach war es ungefaehr ein halbes Jahr lang seltsam, wie sich mein Koerper davor schuetzte. Ich konnte nicht denken. Es fiel mir sehr schwer zu verstehen, was ich las. Um eine einzelne Seite zu lesen und zu verstehen, brauchte ich eine ganze Woche. Damals war ich Journalistin und arbeitete natuerlich nicht. Ich habe dieser Erfahrung nicht viel Bedeutung beigemessen, auch wenn ich nicht wusste, was passiert ist oder wo ich gewesen bin.

Zwei Jahre spaeter hatte ich eine Unterhaltung mit diesem Freund und ich erwaehnte zufaellig, wie er sich betrank und nicht aufhoeren konnte, an der Tuer des Krankenwagens zu trinken, waehrend ich drinnen war. Als ich das sagte, stockte ich und bemerkte, dass etwas „falsch“ war. Ich war im Krankenwagen und haette eigentlich nicht sehen koennen, was er draussen tat. Also erinnerte ich mich an die Erfahrung, fing an, mich an das Sterben zu erinnern, an das Ende meiner Krankheitsgefuehle, wie ich mein Koerpergefuehl verlor, aber ansonsten wach blieb. Ich wusste nicht, wann ich auf die „andere Seite“ gekommen war, erinnerte mich aber deutlich an den Schmerz der Nadel, als ich zurueckkam. Es war der Punkt, an dem ich verstand, was wirklich passiert war und dass ich tatsaechlich tot war. Die einzigen genauen Zahlen, die ich kenne, sind der 60/20 Blutdruck, der vom ersten Arzt gemessen wurde, der die Notambulanz angerufen hat. Es war auf meinen Papieren im Krankenhaus dokumentiert.

Ich erinnere mich an den Krankenpfleger auf der Intensivstation, der diesen Blutdruck gesehen hatte und mich fragte wie ich nach diesen Werten noch leben kann. Er konnte offen sprechen, da meine Stimmung sehr euphorisch, freundlich und hoechst angenehm war. Ich fuehlte eine Art wahre Freiheit. Obwohl es nur eine kurze Zeit war, als ich aus meinem Koerper war und ich keine besondere spirituelle Weisheit oder Klarheit sah, begann nach einigen Monaten etwas. Es war, als haette ich etwas von „dort“ mitgebracht, das sich nach und nach entwickelte.

Wenn ich morgens aufwachte, hatte ich sehr klare und ungewoehnliche Gedanken, die mir einfach in den Kopf flossen, fremde Gedanken, worueber ich noch nie nachgedacht habe, fremde Einsichten, Erkenntnisse. Was Menschen zum Beispiel mit der Erde oder unserem politischen System machen, dass es falsch ist und so weiter. Diese Gedanken hoerten nicht auf. Meine Freundin rief mich jeden Morgen an und ich musste ihr diese neuen Wahrheiten erzaehlen, die gerade durch mich durch flossen. Ich habe nur gesprochen und gesprochen. Sie machte sich Sorgen, dass ich verrueckt geworden waere und ich hatte auch manchmal Angst, weil diese neuen Erkenntnisse voellig anders waren, als ich die Welt zuvor aus materieller Sicht gesehen habe. Es war wie eine Art Unterstuetzung von einer hoeheren Weisheit.

Manchmal nahm ich einfach ein Buch aus meinem Regal, das ich noch nie zuvor gelesen hatte, oeffnete es, las die Seite und sah genau geschrieben, worueber ich sprach. Es war ein Buch von Konrad Lorenz:” Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit”. Ich liebte seine tierbezogenen Buecher. Deshalb habe ich auch dieses gekauft, war aber nicht interessiert. Es stand nur in meinem Regal und wartete. Gleichzeitig fand ich eine Antwort auf eine neue Frage. Ein anderes Mal stand eine Frau auf der Strasse und verkaufte eine bestimmte politische Zeitschrift. Ich wusste nicht warum, aber ich kaufte eine. Ich las die Leitartikel zu Hause und fand genau meine neuesten Gedanken darueber, worueber ich mit meiner Freundin gesprochen hatte. Bevor ich wirklich verrueckt wurde, sah ich andere, Profis. Mir wurde klar, dass andere kluge Leute die gleichen Gedanken hatten, sodass ich mich beruhigen konnte und nicht das Gefühl hatte, dass ich verrueckt war.

Es war jedoch seltsam und ungewoehnlich die ganze Geschichte zu realisieren und dauerte etwa drei Jahre, bis ich es akzeptierte. Ich habe auch bemerkt, dass ich ein gesteigertes Einfuehlungsvermoegen entwickelt habe, denn ich sehe die Gefuehle der Menschen, indem ich nur ihr Gesicht anschaue, sogar das, was sie zu verbergen versuchen. Das war neu und interessant. Viele von ihnen hatten zuerst Angst, ihre "Geheimnisse" von mir zu hoeren, sodass ich damit aufgehoert habe, aber es wurde fuer mich ueber die Jahre hinweg selbstverstaendlich. Ich sehe keinen Unterschied mehr. Ich weiss nur, wenn ich mich erinnere, wann es zuerst neu, fremd und interessant war. Manchmal habe ich das Beduerfnis, eine Nachricht zu senden oder mit jemandem ueber ein bestimmtes Problem zu sprechen, ohne dass ich gefragt werde. Dann bekomme ich die Antwort: "Woher wissen Sie das?", denn es war ihnen in letzter Zeit ein Anliegen gewesen, darueber nachzudenken.

Der wirkliche Punkt in meinem Leben war der Krebs, der vier Jahre nach der Erfahrung diagnostiziert wurde, aber das ist eine andere Geschichte. Ich bereite mich darauf vor, ein Buch darueber zu schreiben. Nach diesem erstaunlichen "Tod" hatte ich keine Angst mehr, den Rat des Arztes nach diesem Todesurteil nicht zu befolgen. Ich habe die ueblichen Behandlungsmethoden einfach gemieden, keine Operation, keine Chemotherapie, nichts. Ich wagte es, ohne Angst auf mein Herz zu hoeren (dies ist der springende Punkt) und erholte mich innerhalb von zwei Jahren nur mit natuerlichen Methoden. Ich fand meinen inneren Heiler und stellte die Puzzleteile zusammen. Danach wurde ich Heilpraktikerin. Meine eigentliche Botschaft wird rund um den Krebs sein und dessen Mythos um diese "Krankheit" zu enthuellen, die eigentlich das groesste Geschenk meines Lebens war. Danke fuers Lesen.

Hintergrundinformationen:

Geschlecht: Weiblich

Datum an dem die NTE stattfand: Mai 1996

Gab es zum Zeitpunkt Ihrer Erfahrung ein damit zusammenhängendes lebensbedrohliches Ereignis?    Nein. Nachdem ich meinen sterbenden Vater, der an Krebs erkrankt war, zu Hause bis zu seinem Tod gepflegt hatte, schlief ich waehrend dieser Zeit nur etwa 1,5 Stunden am Stueck und war danach erschoepft.

NTE Elemente:

Wie betrachten Sie den Inhalt Ihrer Erfahrung?           Vollkommen angenehm

Fühlten Sie sich von Ihrem Körper getrennt?   Ja, ich sah meine Freunde, als ich mich auf sie konzentrierte. Es war so etwas wie von oben aus dem Krankenwagen. Ich verlor die Wahrnehmung meines Koerpers.

Wie war Ihre höchste Ebene von Bewusstheit und Wachheit während Ihrer Erfahrung, im Vergleich mit Ihrer Bewusstheit und Wachheit im Alltag? Mehr Bewusstheit und Wachheit als normal  

Zu welchem Zeitpunkt während der Erfahrung erlebten Sie die höchste Ebene von Bewusstheit und Wachheit?        In dem Teil, als ich sank. Ich wusste, was los war, dass ich sterbe. Ich war sicher und zuversichtlich, ohne Frage, war mir des Prozesses bewusst und ich war vollkommen anwesend.

Erhöhte sich die Geschwindigkeit  Ihres Denkens?          Nein

Schien die Zeit sich zu beschleunigen oder zu verlangsamen?   Alles schien gleichzeitig zu passieren; oder die Zeit blieb stehen oder verlor jede Bedeutung. Es gab keine Zeit.

Waren Ihre Sinne lebhafter als gewöhnlich? Lebhafter als gewöhnlich

Hat sich Ihr Sehen auf irgendeine Weise vom normalen Sehen unterschieden?

Normalerweise sehen wir nur mit unseren physischen Augen. Vor dieser Erfahrung habe ich die Gefuehle anderer nicht gespuert oder gefuehlt.

Hat sich Ihr Gehör auf irgendeine Weise von Ihrem normalen Gehör unterschieden?   Waehrend der Erfahrung herrschte Stille. Ueberhaupt keine Geraeusche. Interessante Frage, ich habe nicht einmal darueber nachgedacht (oder mich daran erinnert).

Schienen Sie Dinge zu bemerken, die sich an einem anderen Ort zutrugen?        Ja, und die Tatsachen wurden nachgeprüft   

Gingen Sie in einen Tunnel hinein oder durch einen Tunnel hindurch?   Nein

Begegneten Sie irgendwelchen (lebenden) oder verstorbenen Wesen, oder nahmen Sie sie wahr?    Ja nur meine irdischen Freunde, die wirklich am Leben waren.

Sahen Sie ein strahlendes Licht, oder fühlten Sie sich davon umgeben?   Nein

Sahen Sie ein nicht irdisches Licht?     Nein

Schienen Sie in eine andere, nicht irdische Welt einzutreten?          Nein

Welche Emotionen verspürten Sie während der Erfahrung?          Frieden, Glueckseligkeit waren meine Gefuehle, aber ich war mir der Gefuehle meiner Freunde bewusst und wusste, wie ihre Gefuehle sind.

Hatten Sie ein Gefühl von Frieden oder Wohlgefühl?           Unglaublicher Frieden oder unglaubliches Wohlgefühl

Hatten Sie ein Gefühl von Freude?      Ein Glücksgefühl

Hatten Sie ein Empfinden von Einheit oder Harmonie mit dem Universum?           Ich fühlte mich mit der Welt verbunden oder Eins mit ihr.

Schienen Sie plötzlich alles zu verstehen?     Es begann nach der Erfahrung. Meine Erfahrung dauerte nicht lange.

Erlebten Sie Szenen aus Ihrer Vergangenheit?       Nein    

Erlebten Sie Szenen aus der Zukunft? Nein

Erreichten Sie eine Begrenzung oder eine begrenzende physische Struktur?

Ja, ich war mir meines Koerpers im Krankenwagen nicht bewusst, als ich mich auf meine Freunde draussen konzentrierte, aber ich war oben und beobachtete meine Freunde von oben ueber meinem physischen Koerper.

Kamen Sie an eine Grenze oder an einen Punkt ohne Wiederkehr?   Nein 

Gott, Spiritualität und Religion:

Welche Religion hatten Sie vor Ihrer Erfahrung?     Unsicher. Ich bin in Ungarn aufgewachsen, als jede Religion verboten war. Ich war also damals Atheist und Materialist.

Haben sich Ihre religiösen Praktiken seit Ihrer Erfahrung verändert?     Unsicher, nicht gleich danach, aber es fing an.

Welche Religion haben Sie jetzt?        Andere oder mehrere Glaubensrichtungen, einfach nur LIEBE (Liebe, Gott, Universum, Leben sind gleich), die einzige Realität. Aber ich verstehe die Lehren von Jesus, Buddha, die ueber dasselbe sprachen. "Frueh" erleuchtete Wesen. Da es keine Zeit gibt, wie wir Menschen sie wahrnehmen.

Enthielt Ihre Erfahrung Merkmale die mir Ihren irdischen Überzeugungen übereinstimmten?     Inhalte die insgesamt nicht mit den Überzeugungen die Sie zum Zeitpunkt Ihrer Erfahrung hatten übereinstimmten. Ich war materialistisch. Was passiert ist, war nicht materialistisch. Aber mir war der Unterschied nicht bewusst.

Gab es Veränderungen in Ihren Überzeugungen und Werten wegen Ihrer Erfahrung?    Ja, ich habe aufgehoert, materialistisch zu sein. Ich wandte mich spirituellen Aspekten zu und fing an, nach mehr Wissen, Weisheit und Wahrheit zu suchen. Mehr Wert auf spirituelle Dinge als auf materielle zu legen. Schliesslich fand ich die Bedeutung der Liebe.

Schienen Sie einem mystischen Wesen oder einer Präsenz zu begegnen, oder hörten Sie eine nicht identifizierbare Stimme?     Nein

Sahen Sie verstorbene oder religiöse Geister?       Nein

Begegneten oder bemerkten Sie irgendwelche Wesen, die vormals auf der Erde lebten und die namentlich in Religionen beschrieben werden (z.B.: Jesus, Mohammed, Buddha usw.)?          Nein 

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung Informationen über eine Existenz vor der sterblichen Existenz? Nein   

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung Informationen eine universale Verbundenheit oder Einheit?       Unsicher. Es gab kein separates Universum von mir.

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung Informationen über die Existenz Gottes?   Nein   

Betreffend unser irdisches Leben außerhalb der Religion:

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung besonderes Wissen oder Informationen über Ihre Bestimmung/Ihr Ziel?     Nein         

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung Informationen über den Sinn des Lebens?     Nein 

Glauben Sie nach Ihrer Erfahrung an ein jenseitiges Leben?           Unsicher.     Waehrend meiner ausserkoerperlichen Erfahrung war es keine Frage, weil es nur natuerlich, "normal" war. Ohne zu fuehlen oder zu bemerken, dass es nicht normal ist, meine Freunde zu sehen. Mein Leben schien sich ganz normal fortzusetzen, ohne zu merken, dass ich gestorben war.

Erhielten Sie Informationen wie wir unsere Leben leben sollen?         Nein  

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung Informationen betreffend die Schwierigkeiten, Herausforderungen und Nöte des Lebens?          Nein   

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung Informationen über Liebe?          Nein  

Welche Veränderungen traten in Ihrem Leben auf nach Ihrer NTE? Unsicher.    Grosse Veraenderungen in meinem Leben. Ich weiss, dass es keinen Tod gibt, wie wir glauben. Wir wechseln einfach die Perspektive und haben keine physischen Grenzen mehr. Danach gab es Klarheit ueber Ereignisse im Leben, ich erkannte Luegen, falsche Glaubenssaetze und Wahnvorstellungen. Ich sehe die Welt, das Leben aus einer hoeheren Perspektive und bin sensibel fuer die Gefuehle anderer, ohne die meiste Zeit davon betroffen zu sein. Ich habe auch ein Ereignis verstanden, das sich nach dem Tod meiner Mutter ereignet hat. Sie kontaktierte mich koerperlich. Ich konnte nicht darueber sprechen und es auch nicht verstehen. Aber ich spuerte deutlich ihre Beruehrung auf meiner Wange und bekam ihre Botschaft, nicht zu weinen, da es ihr sehr gut ging. Ich bin mir sicher, dass ich ohne diese Erfahrung nicht so mutig auf die Krebsdiagnose reagiert haette.

Haben sich Ihre Beziehungen spezifisch verändert wegen Ihrer Erfahrung?     Ja, einige von ihnen wurden offener, als klar wurde, dass andere auch aehnliche Erfahrungen gemacht hatten,wenn auch nicht gerade NTEs. Wir haben vorher nicht darueber gesprochen aus Angst vor Missverstaendnissen oder Ablehnung. Aber es ist schoen, diese Erfahrungen miteinander zu teilen und zu wissen, dass andere uns verstehen werden.

Nach der NTE:

War die Erfahrung schwierig mit Worten auszudrücken? Ja, da wir keine Worte fuer solche Erfahrungen haben, die wir normalerweise nicht haben. Ich habe meine Freunde gesehen. Ich sah ihre Gefuehle, waehrend meine physischen Augen im Krankenwagen geschlossen waren. Es gibt kein genaues Wort, um das Sehen mit nicht-physischen Augen oder Emotionen auszudruecken. Es ist anders eigene Gefuehle zu fuehlen oder zu fuehlen, wenn man andere spuert. Normalerweise spueren wir nur unsere eigenen Gefuehle.

Wie genau erinnern Sie sich an die Erfahrung im Vergleich zu anderen Lebensereignissen die um dieselbe Zeit stattfanden?           Ich erinnere mich genauer an die Erfahrung als an andere Lebensereignisse, die um dieselbe Zeit stattfanden

Haben Sie irgendwelche übersinnliche, außergewöhnliche oder andere besondere Gaben nach ihrer Erfahrung, die Sie vor Ihrer Erfahrung nicht hatten?     Ja, ich habe mehr Empathie, erhalte Botschaften fuer andere, um ihre Probleme zu loesen, klare Einsichten, Erkenntnisse zu erlangen und die Emotionen oder Gedanken anderer zu spueren.

Gibt es einen Teil oder mehrere Teile Ihrer Erfahrung, die für Sie besonders bedeutsam oder signifikant sind?  Das Bewusstsein, dass es keinen Tod gibt, wie ich es erlebt habe, ist besonders bedeutsam. Ich muss es nicht glauben. Ich weiss es. Es ist einfacher, Freunde und Familienmitglieder loszulassen, wenn sie verstorben sind. Keine negativen Gefuehle oder Angst vor dem "Tod" mehr zu haben, wie es in unserer westlichen Gesellschaft typisch ist.

Haben Sie diese Erfahrung jemals anderen mitgeteilt?    Ja, obwohl ich es bis zwei Jahre danach nicht bemerkt habe. Ich teile es mit, um Menschen zu helfen. Entweder machen sie sich Sorgen, geliebte Menschen zu verlieren, sie trauern, nachdem sie sie verloren haben oder wenn sie krank sind und Todesangst haben. Sie hoeren zu und denken darueber nach. Manchmal habe ich das Gefuehl, dass sie nur eine Bestaetigung ihrer Vermutungen bekommen haben.

Hatten Sie vor Ihrer Erfahrung irgendein Wissen über Nah-Tod-Erfahrungen (NTE)? Unsicher. Ich kannte die Existenz des Themas, interessierte mich aber nicht dafuer. Ich erinnere mich nicht an die Quelle, vielleicht an die Medien. Nach meiner Erfahrung bin ich neugierig geworden. Mein Wissen darueber hat meine Erfahrung nicht beeinflusst. Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was andere darueber berichten und dem, was ich selbst erlebt habe.

Wie beurteilten Sie die Realität Ihrer Erfahrung kurz nachdem sie stattfand (Tage oder Wochen)?     Erfahrung war definitiv real. Es war so, wie es auch sein sollte. Kurz darauf merkte ich nicht, dass ich tatsaechlich eine NTE hatte. Es war Teil des Lebens. Ich wusste nicht, dass etwas anders ist, als es normalweise war.

Wie beurteilen Sie die Realität Ihrer Erfahrung jetzt?     Erfahrung war definitiv real. So wie ich es erlebt habe, war es definitiv echt.

Hat irgendwann in Ihrem Leben irgendetwas je einen Teil der Erfahrung reproduziert? Nein 

Gibt es irgendetwas Anderes betreffend Ihre Erfahrung, das Sie hinzufügen möchten?          Ich freue mich, es zu mitzuteilen. Die Angst vor dem Tod ist das Wurzelproblem der Menschen,obwohl es nichts zu befuerchten gibt. Ausserdem suchen viele Leute nach der Wahrheit. Es ist die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Es ist keine Frage mehr fuer uns mit NTE. Viele sagen: "Wir wissen nicht, was passiert, da niemand zurueckgekommen ist, um darueber zu sprechen." Obwohl wir viele sind, die zurueckgekommen sind und gluecklich darueber sprechen, weigern sich die, die dies sagen, es anzunehmen. Menschen sind seltsam. Das Leben ist in einer anderen Form und/oder Perspektive ewig. Wir aendern oder verlassen unseren “Raumanzug”, Koerper fuer eine andere Umgebung.