Maria R NTE 4884
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Erfahrungsbeschreibung:

Am 19. Juli, 2010 hatte ich eine geplante Routineuntersuchung bei meinem Gynäkologen. Ich war im fünften Monat meiner Schwangerschaft, es wurde entdeckt dass mein Baby in der Gebärmutter gestorben war, und dass mein Körper unfähig war es natürlich zu gebären. Ein Kaiserschnitt oder eingeleitete  Wehen waren notwendig.

Ich wurde im Krankenhaus aufgenommen und mein Doktor entschied dass es das Beste sei den Kaiserschnitt zu vermeiden, damit ich wieder schneller schwanger werden könnte.

Ich erhielt Medikamente (Kapseln) um die notwendigen Kontraktionen für die Geburt hervorzurufen. Am 23 Juli, nach Mitternacht, gebar ich meine Baby aber meine Plazenta löste sich nicht. Dazu kam die Fahrlässigkeit des für mich zuständigen Doktors, der mich für vier ungefähr Stunden allein ließ und ohne medizinische Aufsicht. Ich hatte deshalb massiven Blutverlust, über zwei Liter.

Währenddessen, verlor ich das Bewusstsein mehrmals. Das Bewusstsein zu verlieren ist nichts Neues für mich. Ich habe normalerweise einen niedrigen Blutdruck, der mein Leben hindurch öfter Bewusstseinsverlust verursachte (Vagalreflex). Aus diesem Grund kann ich zwischen einem Bewusstseinsverlust und der Erfahrung unterscheiden, über die ich hier schreibe.

Für diejenigen die nie einen Bewusstseinsverlust erlebten; es beginnt mit einem Gefühl von Schwindel das sich allmählich verstärkt, bis die Sicht unscharf wird und ich in totaler Dunkelheit bin, bis ich jede Wahrnehmung verliere. Während dieser Zeit, nehme ich überhaupt keine Stimulierung wahr, oder Visionen, man hat nur das Gefühl in Dunkelheit zu fallen; Bewusstheit kann dann allmählich oder plötzlich wiedergewonnen werden.

Zurück zum 23. Juli, 2010. Nachdem ich den entsetzlichen Tod meine Sohnes erlebte und die Agonie seiner Geburt, während ich für Stunden blutete, erlebte ich mehrere Episoden von Bewusstseinsverlust, und darauf folgend die Nah-Tod-Erfahrung die ich gleich erzählen werde.

Alles begann mit einem Ohnmachtsanfall, wie viele die ich erlebt hatte an jenem Morgen. Ich fühlte mich schwindlig und verlor das Bewusstsein, wie bei jedem anderen Ohnmachtsanfall. Der Unterschied war, dass ich bei dieser Gelegenheit in einem langen und dunklen Tunnel aufwachte der mich langsam zu einer Lichtquelle saugte, die den Ort wo ich war schwach erhellte, da das Licht noch weit entfernt war. Ich fühlte mich vom Licht angezogen, aber ich konnte es nicht sehen, denn ich war der anderen Richtung zugewendet. In jenem Moment, hatte ich ein Gefühl von totaler Gleichgültigkeit, meinem Leben und meinem bevorstehenden Tod  gegenüber. Ich hatte nicht die wundervollen Gefühle von denen manche sprechen, aber wenn man meinen verzweifelten und schmerzhaften Zustand in Betracht zieht, war Gleichgültigkeit wundervoll. Ich hatte auch keine Angst, nur den Wunsch das Leiden zu stoppen. Ich gelangte von einem Ort physischen und spirituellen Leidens, und im Limbus zu sein schien wie ein Genuss zu sein. Während ich mich dem Magnetismus auslieferte der mich dem Licht näher brachte, begann ich die schwachen Schreie meines Mannes zu hören, der verzweifelt meinen Namen rief. Ich hörte ihn als kämen seine Schreie aus der entgegengesetzten Seite, von dort wo ich hinging. Der Eingang zum Tunnel war so weit weg und dunkel dass ich ihn nicht sehen konnte. Als ich meinen Mann hörte, fühlte ich seinen ganzen Schmerz, und ich verstand, wenn ich mich gehen lassen würde, so würde er ganz allein bleiben, ohne seinen einzigen Sohn und seine Frau. Ich wollte für ihn zurückkehren.

Als ich jene Entscheidung traf, wurde der Tunnel wieder dunkler, und ich begann langsam alles wahrzunehmen was mich umgab. Zuerst die Stimme meines Mannes die allmählich lauter wurde, bis sie die Lautstärke in realer Zeit erreichte. Ich konnte noch nicht mit ihm kommunizieren um ihm zu sagen dass ich zurück war. Dann erlangte ich progressiv meine Sicht und die Wahrnehmung von Raumzeit, und zuletzt gewann ich die Sprache wieder. Als ich mich dem Licht näherte, hatte ich das Gefühl langsam zu reisen. Auf dem Weg zurück zur Bewusstheit, hatte ich jenes Gefühl nicht.

Während dieser gesamten Episode, erhielt ich keine medizinische Aufmerksamkeit, und es war mein Mann (ein Anwalt ohne die notwendigen medizinischen Kenntnisse um diese Art Situation zu bewältigen), der sich um mich kümmerte. Aus diesem Grund gibt es keinen Doktor der bestätigen kann dass ich wahrhaftig einen klinischen Tod erlebte.

Diejenigen die präsent waren erzählten mir dass ich für über zehn Minuten ohne Atmung war; mit starrem Blick und dass ich einer totalen Lockerung von allen Schließmuskeln unterlag.

Bald danach, wurde ich operiert um die Plazenta zu entfernen. Die Blutungen stoppten und ich begann den schwierigen Weg zur physischen und spirituellen Genesung.

Hintergrundinformationen:

Geschlecht:    Weiblich

Datum an dem die NTE stattfand:  23. Juli 2010

Gab es zum Zeitpunkt Ihrer Erfahrung ein damit zusammenhängendes lebensbedrohliches Ereignis?    Ja   Geburt        Massiver Blutverlust.

NTE Elemente:

Wie betrachten Sie den Inhalt Ihrer Erfahrung?     Wundervoll

Die Erfahrung beinhaltete:   Außerkörperliche Erfahrung

Fühlten Sie sich von Ihrem Körper getrennt?   Ich verlor die Wahrnehmung meines Körpers

Wie war Ihre höchste Ebene von Bewusstheit und Wachheit während Ihrer Erfahrung, im Vergleich mit Ihrer Bewusstheit und Wachheit im Alltag?    Normales Bewusstheit und normale Wachheit   Wie oben.

Zu welchem Zeitpunkt während der Erfahrung erlebten Sie die höchste Ebene von Bewusstheit und Wachheit?    Von der Zeit als ich im Tunnel aufwachte bis ich meine Sprache wieder erlangte, war ich durchgehend bewusst (mit dem Begreifen) von dem was geschah.

Erhöhte sich die Geschwindigkeit  Ihres Denkens?     Schneller als gewöhnlich

Schien die Zeit sich zu beschleunigen oder zu verlangsamen?   Alles schien gleichzeitig zu passieren; oder die Zeit blieb stehen oder verlor jede Bedeutung  

Waren Ihre Sinne lebhafter als gewöhnlich?    Unglaublich lebhafter

Hat sich Ihr Sehen auf irgendeine Weise vom normalen Sehen unterschieden?    Unsicher   Ich war in einem langen Tunnel der von einem Licht beleuchtet wurde das am entfernten Ende war, so dass ich keinen Referenzpunkt habe um es zu vergleichen.

Hat sich Ihr Gehör auf irgendeine Weise von Ihrem normalen Gehör unterschieden?   Ja  

Schienen Sie Dinge zu bemerken, die sich an einem anderen Ort zutrugen?    Ja, und die Tatsachen wurden nachgeprüft    

Gingen Sie in einen Tunnel hinein oder durch einen Tunnel hindurch?   Ja  Ich sah es nicht, da mein Rücken ihm zugewendet war. Das Licht wurde aus der Richtung projiziert zu der ich unterwegs war.

Begegneten Sie irgendwelchen (lebenden) oder verstorbenen Wesen, oder nahmen Sie sie wahr?     Nein    

Die Erfahrung beinhaltete:   Dunkelheit

Die Erfahrung beinhaltete:    Unirdisches Licht

Sahen Sie ein strahlendes Licht, oder fühlten Sie sich davon umgeben?   Ein Licht deutlich mystischen oder jenseitigen Ursprungs

Sahen Sie ein nicht irdisches Licht?     Ja 

Schienen Sie in eine andere, nicht irdische Welt einzutreten?    Nein

Die Erfahrung beinhaltete:    Sehr emotional getönt

Welche Emotionen verspürten Sie während der Erfahrung?     Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben und dem Tod, aber ich glaube dass das Trauma das ich durchmachte, meine Gefühle verwirrte.

Hatten Sie ein Gefühl von Frieden oder Wohlgefühl?     Erleichterung oder Ruhe

Hatten Sie ein Gefühl von Freude?     Unglaubliche Freude

Hatten Sie ein Empfinden von Einheit oder Harmonie mit dem Universum?     Ich fühlte mich mit der Welt verbunden oder Eins mit ihr.

Schienen Sie plötzlich alles zu verstehen?     Alles über das Universum    

Erlebten Sie Szenen aus Ihrer Vergangenheit?     Meine Vergangenheit blitzte vor mir auf, außerhalb meiner Kontrolle    

Erlebten Sie Szenen aus der Zukunft?     Szenen aus der Zukunft der Welt   Ich dachte viel über eine Frau nach die ihren Sohn unter ähnlichen Umständen verlor. Ich hatte Angst dass ihr etwas passieren würde. Am nächsten Tag starb ihr Mann an einem Herzanfall.

Erreichten Sie eine Begrenzung oder eine begrenzende physische Struktur?     Nein

Kamen Sie an eine Grenze oder an einen Punkt ohne Wiederkehr?   Ich kam an eine Barriere, die ich nicht überqueren durfte; oder wurde gegen meinen Willen zurückgeschickt  

Gott, Spiritualität und Religion:

Welche Religion hatten Sie vor Ihrer Erfahrung?     Unsicher   

Haben sich Ihre religiösen Praktiken seit Ihrer Erfahrung verändert?     Nein   

Welche Religion haben Sie jetzt?     Moderat 

Gab es Veränderungen in Ihren Überzeugungen und Werten wegen Ihrer Erfahrung?    Nein   

Schienen Sie einem mystischen Wesen oder einer Präsenz zu begegnen, oder hörten Sie eine nicht identifizierbare Stimme?     Ich begegnete eindeutig einem Wesen oder einer Stimme, das/die klar aus einer mystischen oder nicht irdischen Quelle stammte

Sahen Sie in Ihrer Erfahrung irgendwelche Wesen?     Ich sah sie tatsächlich

Betreffend unser irdisches Leben außerhalb der Religion:

Erhielten Sie während Ihrer Erfahrung besonderes Wissen oder Informationen über Ihre Bestimmung/Ihr Ziel?     Ja    Dass mein Tod nichts löste, sondern die Dinge verschlimmerte. Dass ich trotz dem Schmerz bleiben musste um jene zu unterstützen die meinen Schmerz teilten.

Haben sich Ihre Beziehungen spezifisch verändert wegen Ihrer Erfahrung?     Ja     Der Schmerz machte mich mitfühlender gegenüber dem Schmerz von anderen.

Nach der NTE: 

War die Erfahrung schwierig mit Worten auszudrücken?     Nein    

Haben Sie irgendwelche übersinnlichen, außergewöhnlichen oder anderen besonderen Gaben nach ihrer Erfahrung, die Sie vor Ihrer Erfahrung nicht hatten?     Nein    

Gibt es einen Teil oder mehrere Teile Ihrer Erfahrung, die für Sie besonders bedeutsam oder signifikant sind?      Ich bin verwirrt über die Gefühle von Gleichgültigkeit die ich gegenüber dem Leben und dem Tod hatte. Ich hätte es vorgezogen das Glück zu fühlen welches andere beschreiben.

Haben Sie diese Erfahrung jemals anderen mitgeteilt?     Ja    Ich erzählte es sofort meinem Mann, aber er war emotional so überwältigt, dass er es nicht verstand. Ich erzählte es ihm und meinen Schwestern einige Zeit später, und alle fühlten sich schlecht wegen dem was mit mir passierte, und zu denken dass ich gestorben war.

Hatten Sie vor Ihrer Erfahrung irgendein Wissen über Nah-Tod-Erfahrungen (NTE)?     Ja     Ich hatte Geschichten gehört aber es war ein Thema das mich nicht interessierte. Ich glaube nicht dass sie mich auf irgendeine Weise beeinflussten, da sie meiner Erfahrung nicht ähnlich sind.

Wie beurteilten Sie die Realität Ihrer Erfahrung kurz nachdem sie stattfand (Tage oder Wochen)?     Erfahrung war definitiv real      Zuerst verstand ich nicht dass ich eine Nah-Tod-Erfahrung hatte. Wochen später als ich mit einer Professionellen sprach, erklärte sie mir was geschehen war. Die Erfahrung war real. Ich habe keinerlei Zweifel.

Wie beurteilen Sie die Realität Ihrer Erfahrung jetzt?     Erfahrung war definitiv real      Wissenschaftler können alle Gründe finden die sie wollen, aber meine Erfahrungen waren wie ich sie beschrieb. Ich bin überzeugt dass es eine paranormale Erfahrung war.  Wenn Wissenschaftler fähig wären zu demonstrieren dass es eine Halluzination war (oder sonstwas) dann geschah die Halluzination (oder jenes Andere). Deshalb, meine Erfahrung war real, egal wie man sie interpretiert, je nach den jeweiligen Überzeugungen.

Hat irgendwann in Ihrem Leben irgendetwas je einen Teil der Erfahrung reproduziert?     Nein  

Gibt es irgendetwas Anderes betreffend Ihre Erfahrung, das Sie hinzufügen möchten?     Ich möchte hinzufügen dass ich nie im Leben irgendwelche Drogen oder Medikamente benutzte die einen Einfluss auf meinen Bewusstseinszustand hatten. Letztendlich, war das Erlebnis sehr traumatisch für mich, und der Unglaube von anderen beeinflusst mich negativ.