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 Nahtoderfarung eines Jugendlichen


ERFAHRUNG:
 

Der Tag, an dem ich „starb“ war sehr kalt und es hatte einen leichten Schneefall. Am 27. Januar 1961 fuhr ich in Aspen-Colorado Skie. Ich war mit meiner Freundin. Ich wollte sie mit meiner "Hot Dogging" Technik beeindrucken, als ich gegen einen sehr grossen Tannenbaum prallte. Ich blieb bewusstlos. Aber zu meinem Erstaunen befand ich mich ein paar Meter über meinem eigenen Körper schwebend. Meine Freundin versuchte mich erfolgslos wiederzubeleben.  Da rief sie die anderen Skiefahrer um Hilfe an. „Schau das Blut!“ sagte ein Schaulustiger. Ich war etwas überrascht auf meiner rechten Gesichtsseite eine Schnittwunde, aus der ich blutete zu sehen. Der Schnee war vom Blute gefärbt. Meine Fruendin zog ihre pelzige weiße Mütze ab und legte sie mir  vorsichtig unter den Kopf. Das "Kissen" wurde bald rot gefärbt von  meinem Blut, und ich erinnere mich gedacht zu haben, dass ich ihr eine neue Mütze kaufen müsste. Nun folgte ich der Skierettungswache, die meinen erschlafften Körper den Berg hinunter trug. Es war mir, als ob ein Krankenwagen da war, und so flog ich in die Stad um zu schauen, was da zu sehen wäre. Ich war nicht besonders besorgt, hingegen etwas verärgert, dass der Krankenwagen so lange nicht kam, und ich doch im Sterben lag. Da entdeckte ich den Krankenwagen und folgte ihm auf die Ersthilfestation. Der Schneesturm wurde ganz plötzlich stärker, so dass der Krankenwagenfahrer in den Ecken ins Schleudern kam. 

Ich hörte ihn jedesmal, wenn er fast die Kontrolle verlor, lautstark fluchen:“ Mann, bekomm das Ding in Griff!“, sagte ich laut zu ihm. Nun wurde es richtig komisch. Auch wenn der Schnee dicht war, konnte ich durch ihn hindurch sehen. Ich merkte wie die Schneeflocken durch meine ausgestreckten Arme fielen und ich begann leicht zu leuchten. Ich spürte keine Kälte. Ich spürte nur eine angenehme Erregung bei  jeder neuen  Szene. Das Ganze schien wie ein sehr starker Film. Ich schwebte in der Ambulanz ein und aus, während sie langsam durch die Strassen fuhr.  

Plötzlich verblich all dies und ich befand mich in einer anderen Dimension des Raumes. Alle Besorgnis war plötzlich weg und ich hatte ein echtes Gefühl des Friedens, als wäre ich zu Hause, eingehüllt in Liebe, die mir aus einer vertrauten und warmen Quelle zu kommen schien. Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich fühle dass ich ein Teil des Universums war. Diesen Ort kann ich nicht in Worte fassen. Es scheint, als ob es diesen Ort schon immer gegeben hat und ist ein Teil vom All,  jetzt und immerdar. Ich befand mich auf einem schönen lilafarbigen Platz, und die liebenden Wesen, die da waren fragten mich telepatisch, ob ich bleiben oder zurückkehren wollte. Ich dachte an mein Studium der nächsten Tage und fragte die „Wesen“, ob es Probleme für eine spätere Rückkehr gäbe, wenn ich jetzt ginge. Das Wesen gab einen freundlichen Laut, der mich zum Lachen brachte von sich, und dann war plötzlich alles vorbei. Ich befand mich nuerdings ind der Welt der Schmerzen. Man sagte mir, dass ich eine Gehirnerschütterung erlitten hätte und für 13 Stunden bewusstlos gewesen wäre. Es war sehr schwierig für mich danach das Ganze aufzuarbeiten. 

Ich war danach sehr verändert. Ich konnte mit niemandem darüber sprechen, da niemand ahnte, was mir passiert war. Im besten Falle hätte man gedacht ich wäre unter der Wikung von Drogen gestanden. So fing ich an, mein Leben ernster zu nehmen, und ich begann mich für die Psychologie, Religionen, Philosophien und in weiterer Literatur, an Vorträgen und Tagungen schlechthin zu interessieren und Antwort zu suchen. Meine Eltern billigten meinen Charakterwechsel, aber meine Freundin verliess mich und suchte sich einen anderen Freund. Aber ich denke, es war gut so. Ich denke, dass ich sie zu sehr erschreckt habe, als ich ihr von der Mütze und all ihrer Unterhaltung mit dem Rettungsteam usw erzählt habe. Es beruhigt mich zu wissen, dass ich an diesen liebevollen und friedlichen Ort zurckkehren kann. Ich habe keine Angst mehr vor meinem Tode, auch nicht vor dem Tode meiner Grosseltern.