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Erfahrungsbeschreibung:

Meine Nahtoderfahrung ereignete sich, als ich 5 Jahre alt war. Es geschah in meinem Geburtsland Russland während eines Urlaubs am Schwarzen Meer mit meiner Mutter und Großmutter. An jenem Tag hatten wir gemeinsam einen Trip zum Strand unternommen. Das Meer war unruhig und meine Mutter stand im Wasser und hielt mich im Arm. Ich erinnere mich, dass ich mich sicher und geborgen fühlte, und dies trotz der riesigen Wellen, die aus der Sicht einer 5-jaehrigen absolut gigantisch waren. Ich war aufgeregt über die Wellen, die eine nach der anderen über meine Mutter und mich hinüberrauschten. Plötzlich wurden wir von einer Welle getroffen und meine Mutter verlor das Gleichgewicht. Ich glitt aus ihrem Arm und wurde von einer Welle fortgespült. Für einige Augenblicke hatte ich äußerste Todesangst. Mein Körper merkte instinktiv, dass es sich um eine lebensbedrohende Situation handelte. Ich hielt die Luft an und versuchte verzweifelt etwas zu greifen, an dem ich mich festhalten könnte. Meine Hände schlugen jedoch nur wild im Wasser umher. Um mich herum war ausnahmslos nur Wasser. Ich war absolut hilflos und außer Kontrolle. Als ich feststellen musste, dass alles aussichtslos war und ich nichts fand, an dem ich mich fest halten konnte, gab ich auf. Ich atmete aus und unternahm nichts weiter, um mich zu retten. Mein Überlebenskampf war zu Ende und von nun an ließ ich alles Weitere auf mich zukommen. Das Nächste, an was ich mich erinnere, war das Gefühl von extremen und alles durchdringendem Frieden. Ein Gefühl, welches ich in meinem gesamten Leben noch nicht erlebt habe. Plötzlich fühlte ich mich absolut sicher, umgeben und geschützt von etwas, was ich nur als bedingungslose und vorbehaltslose Liebe bezeichnen kann. Diese Liebe umgab mich und war allgegenwärtig. Zur gleichen Zeit fühlte ich mich, was ich war, meine innerstes Wesen. Ich spürte keine Furcht, keine Sorgen, kein Kampf oder Anstrengung und ich hatte das Gefühl, als hätte ich mich überall hinbewegen können. Ich fühlte mich unendlich und letztendlich wie mein wahres Ich. Es gab überhaupt keine Grenzen oder Einschraenkungen. Ich konnte überall hingehen, wo ich wollte, konnte begreifen, was ich wollte. Ich konnte alles. Das Gespür für den Frieden, der mich umgab, war schwer zu begreifen. Ich war mir außerdem auf merkwürdige Weise bewusst, dass das Phänomen, welches wir Zeit nennen, nicht mehr zu existieren schien. Plötzlich wurde ich von einer unerklärlichen Macht weggerissen und ich bewegte mich mit unglaublicher Geschwindigkeit, die mir schneller als Lichtgeschwindigkeit vorkam. Ich legte eine enorme Strecke zurück und reiste buchstäblich “jenseits der Welt”. Ich fühlte mich körperlos, spürte, wie ich mich wie ein Blitz durch die Dunkelheit in die Richtung eines strahlenden Lichtes bewegte. Als ich mich dem Licht näherte, spürte ich das Verlangen endlich anzukommen. Ich wollte da sein, wo das Licht war. Als ich das Lich erreichte, fand ich mich in einer Welt des Lichtes wieder. Alles an diesem Ort bestand aus Licht und alles strahlte Licht aus.

Es war unbeschreiblich schön und wunderbar. “Himmel” wäre wohl eine angemessene Beschreibung aber ich hatte kein religiöses Gefühl und ich war davon überzeugt, dass es so etwas wie die Hölle nicht gab. Ich war davon überzeugt, ohne zu wissen wieso und warum, dass dies der Ort ist, an dem alle Menschen nach dem Tod gehen, unabhängig, wer man war oder was man im Leben gemacht hat. Inmitten des Lichtes stand eine männliches Wesen. Es strahlte dieses Licht und diese bedingungslose Liebe aus, die nicht von dieser Erde zu stammen schien. Ich fühlte mich von diesem Wesen in die Arme genommen, zumindest fühlte ich mich eingehüllt vom Licht, was sich wie eine Umarmung beschreiben lässt. Plötzlich erinnerte ich mich an diesen Ort. Dies war mein Zuhause, mein wirkliches Zuhause und ich fragte mich nun, wie ich es nur vergessen konnte. Ich fühlte mich, als wäre ich von einer langen, schweren Reise in einem fremden Land zurückgekehrt und die Gestalt aus Licht, die vor mir stand, war ein Wesen, das mich besser als jeder andere in der Schöpfung kannte. Das Wesen aus Licht wusste alles über mich. Es kannte alle meine Gedanken, die ich je gedacht habe, alles, was ich je gesagt und getan hatte und es zeigte mir mein gesamtes Leben in einem Augenblick. Mir wurde jedes Detail meines Lebens gezeigt, jedes Detail, das ich bereits erlebt hatte, aber auch jedes Detail, welches ich noch erleben würde, sollte ich auf die Erde zurückkehren. Alles war vorhanden in einem Augenblick, alle Details über die Ursachen und Auswirkung, die mein Leben bestimmt haben, alles Gute und alles Negative. Ich sah, wie ich andere mit meinen Handlungen beeinflusst hatte und welche Auswirkungen das Leben anderer Menschen, die mich persönlich berührt hatten, auf mich hatten. Jeder einzelne Gedanke war da, nichts fehlte. Außerdem konnte ich die Gedanken und Gefühle anderer Menschen erfahren. Ich konnte mich in andere hineinversetzen, welches mir ermöglichte zu verstehen, was anderen Schmerz zufügt, oder was anderen Freude macht. Durch diese Erfahrung verstand ich plötzlich, dass meine Handlungen einen positiven oder negativen Effekt auf andere haben kann.

Das Wesen urteilte in keinster Weise über mich während meiner Lebensrückblicks, auch nicht über meine Fehler und Mängel. Es zeigte mir nur einfach mein Leben so, wie es sich abgespielt hatte und liebte mich vorbehaltslos. Dies gab mir die Stärke mein Leben ohne Scheuklappen zu betrachten. Ich konnte für mich selbst entscheiden, was positiv und was negativ war und was ich dagegen tun konnte. Ich kann mich im Nachhinein an keine Details, nichts aus der Vergangenheit oder der Zukunft erinnern, aber ich kann mich an das erinnern, was wichtig war. Das Wesen aus Licht zeigte mir, dass alles, worauf es im Leben ankommt, ist die Liebe, die wir fühlen, unsere guten Taten, unsere Worte und Gedanken der Nächstenliebe. Alles was ohne Liebe geschaffen, gesagt oder nur gedacht wurde, wurde ausgelöscht. Es hatte keine Auswirkungen mehr. Es existierte ganz einfach nicht mehr. Liebe war das einzig Wichtige, nur die Liebe war real. Alles, was wir aus Liebe taten, war richtig. Es war OK. Es war gut. Die Liebe, die wir in unserem Leben erfahren haben, ist das Einzige, was existiert, was alles sterbliche im Leben überstand. Das Nächste, an was ich mich erinnern kann, war die Tatsache, dass ich mich an einem anderen Ort befand. Ich kann mich nicht daran erinnern, wie ich dort hinkam. Das Licht war verschwunden und ich war von anderen Wesen oder Menschen umgeben. Ich hatte das Gefühl, dass ich sie kannte. Diese Wesen waren wie Familie, alte Freunde, die ich schon seit einer Ewigkeit kannte. Am besten lassen sie sich als spirituelle Familie beschreiben. Diese Wesen zu treffen war als wenn man die wichtigsten Menschen in seinem Leben nach langer Trennung wiedertrifft. Es gab eine Explosion aus Liebe, Zuneigung und Freude, als wir uns sahen.

Die Wesen kommunizierten mit mir und untereinander in einer Art telepathischen Weise. Wir sprachen ohne Worte, direkt, von einem Geist zum anderen, oder von einer Seele zur anderen. Keiner von uns hatte einen Körper. Wir alle bestanden aus einer unbekannten Substanz, einer Konzentration aus purem Lich, vergleichbar mit kleinen Lichtpunkten inmitten von Licht. Jeder war sich sofort über die Gedanken anderer im Klaren. Es gab keine Möglichkeit aber auch keinen Grund etwas vor anderen zu verstecken. Diese Art der Verständigung machte Missverständnisse unmöglich und wir hatten ein großes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ein Gefühl, das man unmöglich beschreiben kann. Wir waren Individuen aber zur gleichen Zeit waren wir alle eins. Zusammen gehalten von den unzerstörbaren Mächten der Liebe und einst mit dem Licht in der Welt des Lichtes. Wir waren Teil des Lichtes und untereinander einst. Die Liebe, die ich von diesen Wesen erfuhr, heilte mich, die Dunkelheit in mir wurde vom Licht erfüllt, mein Schmerz und meine Trauer, die sich während meines Lebens angesammelt hatten, wurden ausradiert. Die Erde und mein Leben schienen weit zu sein und distanzierten sich immer mehr, fast so als hätte alles gar nicht stattgefunden. Die Zeit, die ich an diesem Ort mit meiner Seelenfamilie verbrachte, fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Zeit existierte im eigentlichen Sinne nicht mehr. Dasselbe galt für Raum. Trotz alle dem gab es verschiedene Orte, zu denen man gehen konnte und man legte bestimmte Zeitspannen zurück. Dies ist natürlich widersprüchlich aber leider kann ich es nicht besser erklären. Raumloser Raum und zeitlose Zeit.

An diesem Ort gab es nur pures Sein. Dass ich geheilt wurde, daran erinner ich mich, aber an nichts weiter, außer der Tatsache, dass wir alle zusammen waren und unsere Anwesenheit genossen. Diese Welt des Lichtes war enorm groß und erschien unendlich weit, ohne Grenzen und Einschränkungen. Ich erinnere mich, dass alle Wesen totales Wissen hatten, Wissen über alles und jeden. Es war alles sehr angenehm, voller Liebe und unbeschreiblich schön. Jedes “Ding” und “Wesen” an diesem Ort bestand aus Licht und alles war Licht, obwohl es einzelne “Dinge” und “Wesen” gab. Das Licht ist mir am besten in Erinnerung geblieben. Es lebte und war lebendig. Ein lebendiges Licht, das alles ausmachte, die Essenz von allem. Das Nächste an was ich mich erinnere war das Wesen, welches ich zuerst traf. Es sagt mir, dass ich wieder zurück musste. Ich sagte :” Auf gar keinen Fall, ich gehe nicht”. Zurück gehen war wirklich das Letzte, was ich wollte. Das Leben auf der Erde, von Dunkelheit erfüllt, mit all dem Schmerz, Trauer, Einschränkungen und Grenzen, erschien wie ein schreckliches Gefängnis verglichen mit dem Ort, an dem ich mich befand. Ich weigerte mich ganz einfach zu gehen. Mir wurde gesagt, dass meine Zeit noch nicht gekommen war, und dass mir eine weiterer Besuch nach Hause genehmigt wurde. Ich hatte meine Aufgabe auf der Erde, meine Arbeit, die ich gewählt hatte, noch nicht erfüllt. Das Wesen erinnerte mich daran, dass meine Aufgabe darin bestand mehr über Nächstenliebe und Mitgefühl zu lernen und Wege zu finden diese auf der Erde umzusetzen. Meine Aufgabe bestünde darin, anderen in jeder erdenklichen Weise zu helfen. Dies hatte ich selber gewählt. Es vergewisserte mir, dass ich in die Welt des Lichtes sehr bald wieder zurückkehren würde. Vergiss nicht, dass es in der Realität keine Zeit gibt sondern nur Ewigkeit, sagte das Wesen. Das Nächste an was ich mich erinnere war die Tatsache, dass ich zurück war. Ich fühlte meinen Körper, die Welle hatte mich ans Ufer getrieben und ich hustete das Meerwasser aus meiner Lunge. Als Kind vergaß ich die Nahtoderfahrung bis einige Jahre später. Es hat mir jedoch mir Kraft gegeben um mit Schwierigkeiten im Leben besser fertig zu werden und mir den Mut gegeben anderen zu helfen und zu unterstützen.

Währen meines ganzen Berufslebens habe ich in der ein oder anderen Weise anderen Menschen geholfen. Als ich achtzehn Jahre alt war, begann ich mit der Pflege alter Menschen. Menschen, die senil oder emotionell oder physisch krank waren. Ich arbeitete mit Aidskranken und mit geistig Behinderten. Später arbeitet ich in der Heilfürsorge für geistig Behinderte und in Bereichen der Sozialarbeit unter Menschen mit psychologischen, sozialen, existenziellen, emotionalen und spirituellen Schwierigkeiten. In all den Jahren hatte ich das Gefühl, dass das was ich mache sehr wichtig und bedeutend ist, selbst in der Zeit, in der ich mich an mein Erlebnis nicht erinnern konnte. Zurzeit arbeite ich als Therapeut in der Psychosynthese, welches ein Zweig der transpersonalen Psychologie ist. Mein Todeserlebnis hat außerdem die Grundlage für mein lebenslanges Interesse am Paranormalen, Mystischem, Außergewöhnlichem und Spirituellen gelegt. Ein Interesse, welches ich schon mein ganzes Leben hatte. Über viele Jahre konnte ich allerdings nicht genau sagen, warum. Das Ereignis hat mein Leben im Folgendem bestimmt. Ich wollte unbekannte Dimensionen erforschen, ich suchte und fand die Antworten auf viele Fragen. Ständig bemühte ich mich, mehr über Leben und Tod und alles, was dazwischen ist, herauszufinden. Außerdem versuche ich immer neue Wege zu finden, wie man anderen helfen kann, welches für mich die bedeutendste Sache im Leben darstellt. Zusammenfassen kann man sagen, dass ich während meines Erlebnisses im gleichen Masse über das Leben und den Tod gelernt habe. Und dies dauert immer noch an.

Standen Sie während des Erlebnisses unter dem Einfluss von Medikamenten oder anderen Substanzen, die Einfluss auf Ihre Wahrnehmung gehabt haben koenten? Nein

Ist das Erlebnis schwer in Worte zu fassen? Ja

Was genau lässt sich schwer beschreiben? Zur jener Zeit war ich fünf Jahre alt und konnte das Ganze schwer in Worte fassen. Selbst heute ist es schwierig die Vorfälle zu beschreiben, da ich mich in einem Reich befand, welches sich außerhalb unseres normalen Bewusstseins befindet, ein Reich, wo Worte nichts bedeuten. Es gibt eine menschliche, grundsätzlichere Ebene der Kommunikation. Es gibt keine Worte, mit denen man diese Art von Erlebnis ausdrücken kann, sodass man Worte fast neu erfinden muss.

Durchlebten Sie zur Zeit des Erlebnisses eine lebensbedrohende Situation? Ja.

Können Sie das beschreiben? Ich ertrank während eines Besuches zum Strand.

Wie können Sie Ihren Zustand während des Erlebnisses beschreiben im Hinblick auf Aufmerksamkeit und Bewusstsein? Ich hatte das Gefühl des absoluten Bewusstseins so wie ich es noch nie erlebt hatte. Es war so als wüsste ich alles über alles. Totales und komplettes Wissen. Totales und komplettes Bewusstsein.

Fühlten Sie sich wie in einem Traum? Nein, alles war real. Realer als die Wirklichkeit, die ich vorher und nachher erlebt habe. Tatsache ist, dass das Erlebnis die Realität darstellt und sich das Leben auf der Erde mehr wie ein Traum anfühlt. Aus diesem Grunde habe ich auch das Zentrum, für das ich arbeite, “Zentrum der Realität” genannt.

Erlebten Sie eine Trennung von Körper und Geist? Ja

Können Sie Ihren Zustand ohne körperliche Hülle beschreiben? Reiner Geist, reines Bewusstsein, ohne Grenzen oder Einschränkungen. Die Substanz, aus der ich und die anderen Wesen, denen ich begegnete bestand war konzentriertes Licht. Wir waren das Licht, bestanden allerdings aus einer anderen Dichte als andere Dinge Wesen um uns herum.

Wie fühlten Sie dich während des Erlebnisses und Welche Emotionen erlebten Sie? Ich fühlte mich vollkommen, tiefer Frieden durchdrang mich, unbeschreibliche Freude, äußerstes Gefühl für Frieden, und ich spürte vor allem Liebe. Eine Liebe, die man mit Worten nicht beschreiben kann. Als ich diese Welt wieder verlassen musste, verspürte ich jedoch Trauer und Kummer.

Hörten Sie irgendwelche ungewöhnlichen Geräusche? Nein.

Glitten Sie durch einen Tunnel oder Ähnliches oder traten Sie in einen solchen Bereich ein? Ich bin mir nicht sicher.

Können Sie das genauer beschreiben ? Ich bewegte, reiste durch Dunkelheit bevor ich die Welt des Lichts erreichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch keine Wahrnehmung von einem Tunnel . Ich wollte nur das Licht erreichen, von daher kann es sein dass ich nicht weiter wahrnahm.

Sahen Sie ein Licht? Ja.

Können Sie dies beschreiben? Es war ein lebendiges Licht. Das Licht war alles, die Essenz von allem. Ich sah nicht nur das Licht. Ich selbst, all die anderen Wesen, die ich begegnete und alles in dieser Welt bestand aus Licht. Dies glaube ich ist die Grundlage, auf der viele religiöse und spirituelle Lehren und Traditionen das Phänomen beschreiben, mit allem einst zu sein. Wenn alles grundsätzlich aus diesem Licht besteht, dann sind wir in der Tat alles eins. Und dies ist genau das, was ich erlebt habe.

Haben Sie andere Wesen getroffen oder gesehen? Ja

Können Sie dies beschreiben? Siehe oben

Lief Ihr Leben nochmals vor Ihren Augen ab? Ja

Können Sie dies beschreiben? Siehe oben

Konnten Sie etwas im Hinblick auf Personen oder Ereignisse beobachten, welches später bestätigt worden konnte? Ja

Können Sie dies beschreiben? Nichts von dem konnte später jedoch als Beweis angesehen werden. Es ging es meistens um persönliche Dinge aus meinem Leben und um meine Familie, Dinge die ich Jahre später erfuhr und schon wusste, da sie in meinem Lebensablauf vorkamen.

Haben Sie irgendwelche wunderschönen, oder anderweitig bemerkenswerte Orte, Ebenen oder Dimensionen besucht oder gesehen? Ja

Können Sie dies beschreiben? Siehe oben. Ich kann mich an keine anderen Ebenen während meines Erlebnisses erinnern.

Hatten Sie das Gefühl, dass sich Zeit oder Raum veränderten? Ja

Können Sie das beschreiben? Es gab keinen Raum und keine Zeit. Nur Unendlichkeit und Ewigkeit.

Hatten Sie das Gefühl, dass Sie der Frage nach dem Sinn und universellen Fragen auf den Grund kamen oder hatten Sie andere Einsichten? Ja

Können Sie das beschreiben? Der Sinn meines Lebens liegt im Streben nach Liebe und über Wege, wie ich diese Liebe auf der Erde ausdrücken kann. Es geht mir darum, anderen zu helfen, soweit es mir möglich ist. In gewisser Hinsicht glaube ich, dass dies der Sinn des Lebens ist, speziell wenn es darum geht über Liebe zu lernen und Liebe auszudrücken.

Erreichten Sie räumliche Grenzen oder bewegten Sie sich in begrenzten Räumen? Nein.

Wurde Ihnen Ereignisse aus der Zukunft gezeigt? Ja

Können Sie das beschreiben? Ich bin mir bewusst, dass mir Details und Ereignisse aus der Zukunft gezeigt wurden. Außerdem Personen, denen ich begegnete, aber leider, oder Gott sei Dank, habe ich sie alle vergessen. Manchmal, wenn Dinge passieren oder ich Personen treffe, von denen ich weiß, dass ich sie in meinem ganzen Leben noch nicht getroffen habe, erinner ich mich wieder.

Waren Sie in der Entscheidung wieder ins Leben zurückzukehren beteiligt oder waren Sie sich diesem Ereignis bewusst? Ja

Können Sie das beschreiben? Dieser Teil meiner Erfahrung war der “praktischste”. Das Wesen aus Licht sagte mir, dass ich zurück muss und ich entgegnete: nein. Ich erinnere mich, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt wie ein Kind behandelt fühlte. Ich war ein Kind im spirituellen Sinne, und ein Erwachsener im spirituellen Sinne sprach zu mir. Es war, als ob es mich anlächelte aber mir trotzdem eindeutig klar machte und sagte : Du musst. Dies ist deine Arbeit. Dies ist deine Aufgabe. Du musst es machen. Es erinnerte mich daran, dass ich es mir selbst ausgesucht hatte. Ich führte mich auf wie ein Kleinkind und weigerte mich einfach zu gehen. Diese Weigerung war eine meiner ersten Erinnerungen, seitdem ich mich wieder an meine Nahtoderfahrung erinnere. Ich fand im Folgenden heraus, dass dies die Grundlage meiner persönlichen und emotionalen Probleme darstellt. Ich versuchte mit Therapie daran zu arbeiten, zu akzeptieren, dass ich zurück musste, dass ich es mir selbst ausgesucht hatte. Eine Einsicht, die ich während meiner Erfahrung zu keinem Zeitpunkt hatte.

Haben Sie parapsychologischen, paranormale oder andere Gaben seit dem Erlebnis, die Sie vorher nicht hatten? Ja.

Können Sie das beschreiben? Seit dem Erlebnis erwarb ich eine Art von Wahrnehmung, die es mir ermöglicht, durch den äußeren Schein anderer Menschen hindurchzusehen. Ich kann ins wahre Ich vordringen und die Person von einer anderen Perspektive sehen, indem ich die versteckten Schmerzen, Bedürfnisse, Sehnsüchte, die versteckten Ziele und unterbewussten Lebensstrategien sehe. Diese Gabe hatte mir einige Probleme bereitet, bis ich lernte damit umzugehen und sie für einen guten Zweck zu nutzen. Manchmal habe ich Träume, in denen ich die Zukunft sehen kann und manchmal habe ich intuitives Wissen.

Hatten Sie im Anschluss an Ihr Erlebniss eine andere Einstellung zu Dingen ? Ja.

Können Sie das beschreiben? Ich kann mir beim besten Willen nicht ausmalen, wie mein Leben ohne die Nahtoderfahrung verlaufen währe. Schließlich war ich zu dem Zeitpunkt nur ein Kind, das noch keine eigenen Überzeugungen oder Einstellungen hatte. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich aufgrund des Erlebnisses die spirituelle Person geworden bin, die ich heute bin. Eine spirituelle Person ohne Voreingenommenheit zu Glaubenslehren oder religiösen Rituellen. Ich bin außerdem sehr offen gegenüber Ideen und Konzepten, wie zum Beispiel Reinkarnation, und fühle mich den östlichen spirituellen Lehren näher als den westlichen. Außerdem praktiziere ich eine sehr experimentelle Spiritualität, die nur wenig mit traditionellen religiösen Lehren und Glaubensvorstellungen zu tun hat.

Hat die Nahtoderfahrung Ihre Beziehungen beeinflusst? Oder Ihr tägliches Leben? Ihre religiöse Lebensweise usw.? Ihrem Karriereweg? Die einzige Karriere, die mich je interessiert hat, war die des “Helfers”. Dies war für mich immer die wichtigste und bedeutendste Arbeit, auch wenn dies manchmal bedeutet hat, kaum Anerkennung zu bekommen und in Berufen zu arbeiten, die nur einen geringen sozialen Status haben. Meistens verdient man in diesen Berufen wenig Geld und arbeitet mit Menschen, die in unserer westlichen Gesellschaft als minderwertig oder als Außenseiter angesehen werden. Ich habe meine Arbeit jedoch immer geliebt und liebe sie immer noch. Die Erfahrung hat meine Beziehungen in einem breiterem Spektrum beeinflusst. In positiver Weise, da Liebe die Grundlage für alles in meinem Leben darstellt und in negativer Weise, da viele Menschen mich nicht akzeptieren und nicht verstehen, dass dies für mich wichtig ist und meine Lebenserfüllung ist. Mir sind materielle Dinge und Geld und Erfolg egal. Das Einzige was für mich zählt sind die Erfahrungen und das Wissen, welches mir die Nahtoderfahrung vermittelt hat. Ich versuche immer nach dem tieferen Sinn zu suchen. Es gibt Leute, die meine Fähigkeit durch Oberflächlichkeiten zu sehen nicht zu schätzen wissen. In unserer Gesellschaft gibt es so viele Halbwahrheiten, Lügen und Hintergedanken im Umgang mit anderen, die als normal angesehen werden. Normalität für mich im Bezug zu Umgang mit anderen bedeutetet jedoch totale Wahrheit und das man nichts voreinander versteckt. Es war nicht immer einfach, mit dieser Fähigkeit in meinem täglichen Leben umzugehen.

Haben Sie Ihre Nahtoderfahrung mit anderen geteilt? Ja.

Können Sie das beschreiben? Meine Beschreibungen wurden immer sehr unterschiedlich aufgenommen. Manchmal ist es faszinierende Neugierde, andere waren tief getroffen, wieder andere hingegen glaubten mir einfach nicht und ließen sich nicht darauf ein. Am besten verstehen mich natürlich die Personen, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben. Ich fand es jedoch auch sehr sinnvoll es mit Kranken zu teilen, oder sogar mit Sterbenden, oder Personen, die sich vor dem Tod fürchten. Die Angst vor dem Tod ist meiner Erfahrung nach sehr weit verbreitet in unserer westlichen Gesellschaft.

Welche Emotionen folgten Ihrem Erlebniss ? Freude, Verwunderung, Frieden. Aber auch Trauer und Traurigkeit wegen der Tatsache, dass ich wieder zurück, wieder in den Raum der Dunkelheit, des Schmerzes und Einschränkungen musste, was diese Realität hier auf der Erde im Vergleich zu der Welt des Lichtes für mich darstellt.

Was war für Sie der beste und der schwierigste Teil Ihrer NahtodErfahrung? Das Schlimmste war die Furcht vor dem Tod unmittelbar vor dem Erlebnis. Das Beste war das Treffen mit dem Wesen aus Licht, welches mir mein Leben vorführte. Dieses Wesen stellt für mich das Wichtigste in meinem gesamten Leben dar.

Gibt es noch irgendwelche Ergänzungen, die Sie gerne berichten würden? Die Nahtoderfahrung führt uns den Tod vor Augen. Demzufolge führt sie uns jedoch auch das Leben vor Augen. Leben und Tod sind untrennbar, gehören ganz einfach zusammen. Indem man lernt zu leben, lernt man gleichzeitig zu sterben, und umgekehrt, durch die Erfahrung des Todes lernt man das Leben richtig zu schätzen und zu werten. Solange wir Angst vor dem Tod haben, solange werden wir Angst vor dem Leben haben. Wenn wir Angst vor dem Sterben haben, werden wir nie richtig leben.

Hat sich Ihr Leben aufgrund der Erfahrung verändert? Ja

Können Sie das beschreiben? Siehe oben.

Gab es im Anschluss an Ihr Erlebnis weitere, ähnliche Erfahrungen? Oder haben Medikamente oder andere Substanzen einen Effekt gehabt, der mit dem des Erlebnisses vergleichbar ist? Ja.

Können Sie das beschreiben? Meine Bemühungen in der Selbsterfahrung, mit deren Hilfe ich tiefe Einblicke in mein Innerstes bekomme, meine Meditationen, spontane Erfahrungen von Licht und ungewöhnlicher Frieden. Erlebnisse in Beziehungen, die wirklich nah sind und voller Liebe sind.

Konnten die Fragen und die Informationen, die sie gegeben haben einer umfassenden und genauen Einblick in Ihre Erfahrung geben? Ja. Bitte erklären Sie : gute Frage!

Hätten Sie Vorschläge, mit denen man den Fragebogen der www.nderf.org verbessern kann? Glauben Sie, dass es für die Tatsache, dass

Sie dieses Erlebnis hatten einen tieferen Grund gibt? Ja, ich glaube, dass Nahtoderfahrungen einen Einfluss auf das moderne Leben haben. Sie verändern das kollektive Bewusstsein unserer Zeit. Sie führen uns eine neue Perspektive des universellen Verständnisses vor, universelle Liebe, universelle Einheit, universelle Liebe. Dinge, die wir in der heutigen Zeit dringend benötigen.



Erfahrungsbeschreibung translated by Eva:

„Meine Nahtoderfahrung ereignete sich, als ich 5 Jahre alt war. Es geschah in Rußland (wo ich geboren bin und wo ich zu der Zeit lebte), als ich mit meiner Mutter und Großmutter Urlaub am Schwarzen Meer machte. An jenem Tag waren wir gemeinsam zum Strand gegangen. Das Meer war unruhig und meine Mutter stand im Wasser und hielt mich im Arm. Ich erinnere mich, daß ich mich sicher und geborgen fühlte, trotz der riesigen Wellen, die aus der Sicht einer 5-jährigen absolut gigantisch waren. Ich fand es aufregend, wie die Wellen eine nach der anderen über meine Mutter und mich hinwegauschten. Plötzlich wurden wir von einer Welle getroffen und meine Mutter verlor das Gleichgewicht. Ich glitt aus ihrem Arm und wurde von einer Welle fortgespült. Für einige Augenblicke hatte ich entsetzliche Todesangst. Mein Körper merkte instinktiv, daß es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelte. Ich hielt die Luft an und versuchte verzweifelt nach etwas zu greifen, woran ich mich festhalten könnte. Meine Hände schlugen jedoch nur wild im Wasser umher. Um mich herum war nur Wasser. Ich war absolut hilflos und hatte keine Kontrolle. Als ich feststellen mußte, daß alles aussichtslos war und ich nichts fand, an dem ich mich fest halten konnte, gab ich auf. Ich atmete aus und unternahm nichts weiter, um mich zu retten. Mein Überlebenskampf war zuende und von nun an ließ ich alles weitere auf mich zukommen. Woran ich mich als nächstes erinnere, war das Gefühl von einem unermeßlichen, alles durchdringenden Frieden. Ein Gefühl, das ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt habe. Plötzlich fühlte ich mich absolut sicher, umgeben und geschützt von etwas, was ich nur als bedingungslose und vorbehaltslose Liebe bezeichnen kann. Diese Liebe umgab mich und war allgegenwärtig. Zur gleichen Zeit fühlte ich mich als das, was ich war, mein innerstes Wesen. Ich spürte keine Furcht, keine Sorgen, es gab keinen Kampf, keine Anstrengung. Ich hätte mit dieser Art des Seins, wo auch immer, ewig weitermachen können, ebenso mit dem Fühlen.

Ich fühlte mich endlich als mein wahres Ich. Es gab überhaupt keine Grenzen oder Einschränkungen. Ich konnte überall hingehen, wohin ich wollte, konnte begreifen, was ich wollte. Ich konnte alles. Ich hatte ein unerklärliches Gefühl von Freiheit. Ich war mir außerdem auf seltsame Weise bewußt, daß das Phänomen, welches wir Zeit nennen, nicht mehr zu existieren schien. Plötzlich wurde ich von einer unerklärlichen Macht weggerissen und bewegte mich mit unglaublicher Geschwindigkeit, die mir schneller als Lichtgeschwindigkeit vorkam. Ich legte eine enorme Strecke zurück und reiste buchstäblich “jenseits der Welt”. Ich fühlte mich körperlos, spürte, wie ich mich wie ein Blitz durch die Dunkelheit in Richtung eines strahlenden Lichtes bewegte. Als ich mich dem Licht näherte, war mein einziger Wunsch, zu ihm zu gelangen; ich wollte dort sein, wo das Licht war. Als ich den Lichtpunkt erreichte, fand ich mich in einer Welt des Lichtes wieder. Alles an diesem Ort bestand aus Licht und alles strahlte Licht aus. Es war unbeschreiblich schön und wunderbar. “Himmel” wäre wohl eine angemessene Beschreibung, aber ich hatte kein religiöses Gefühl und war davon überzeugt, daß es so etwas wie die Hölle nicht gab. Ich war davon überzeugt, ohne zu wissen wieso und warum, daß dies der Ort ist, zu dem alle Menschen nach ihrem Tod gehen, unabhängig, wer man war oder was man im Leben gemacht hatte. Inmitten des Lichtes stand eine männliches Wesen. Es strahlte dieses Licht und diese bedingungslose Liebe aus, die nicht von dieser Erde zu stammen schien. Ich wurde von diesem Wesen in die Arme genommen, oder von seinem Licht eingehüllt, was sich wie eine Umarmung anfühlte. Plötzlich erinnerte ich mich an diesen Ort.

Dies war mein Zuhause, mein wirkliches Zuhause und ich fragte mich nun, wie ich es nur vergessen konnte. Ich fühlte mich, als wäre ich von einer langen, schweren Reise durch ein fremdes Land zurückgekehrt, und die Gestalt aus Licht, die vor mir stand, war ein Wesen, das mich besser kannte als jedes andere in der Schöpfung. Das Wesen aus Licht wußte alles über mich. Es kannte alle Gedanken, die ich je gedacht hatte, alles, was ich je gesagt und getan hatte und es zeigte mir mein gesamtes Leben in einem Augenblick. Mir wurde jede Einzelheit meines Lebens gezeigt; das, was ich bereits erlebt hatte, aber auch das, was ich noch erleben würde, sollte ich auf die Erde zurückkehren. Es war alles gleichzeitig da, alle Details der Zusammenhänge von Ursache und Auswirkung in meinem Leben, alles Gute und alles Negative. Ich sah, wie ich andere mit meinen Handlungen beeinflußt hatte und wie sich das Leben anderer Menschen auf mich ausgewirkt hatte, die mit mir Kontakt hatten. Jeder einzelne Gedanke war da, nichts fehlte. Außerdem konnte ich die Gedanken und Gefühle anderer Menschen erfahren. Ich konnte mich in andere hineinversetzen, wodurch mir ermöglicht wurde zu verstehen, was anderen Schmerz zufügt, oder was anderen Freude macht. Durch diese Erfahrung verstand ich plötzlich, daß meine Handlungen einen positiven oder negativen Effekt auf andere haben können.

Das Wesen urteilte in keinster Weise über mich während meines Lebensrückblicks, auch nicht über meine Fehler und Mängel. Es zeigte mir nur einfach mein Leben so, wie es sich abgespielt hatte und liebte mich vorbehaltslos. Dies gab mir die Stärke, mein Leben ohne Scheuklappen zu betrachten. Ich konnte für mich selbst entscheiden, was positiv und was negativ war und was ich dagegen tun konnte. Ich kann mich im Nachhinein an keine Details, nichts aus der Vergangenheit oder der Zukunft, erinnern, aber ich kann mich an das erinnern, was wichtig war. Das Wesen aus Licht zeigte mir, daß alles, worauf es im Leben ankommt, die Liebe ist, die wir fühlen, unsere guten Taten, unsere Worte und Gedanken der Nächstenliebe. Alles was ohne Liebe geschaffen, gesagt oder nur gedacht wurde, wurde ausgelöscht. Es hatte keine Auswirkungen mehr. Es existierte ganz einfach nicht mehr. Liebe war das einzig Wichtige, nur die Liebe war real. Alles, was wir aus Liebe taten, war richtig. Es war OK. Es war gut. Die Liebe, die wir in unserem Leben erfahren haben, ist das einzige, was existiert, was alles Sterbliche im Leben überstand. Das Nächste, woran ich mich erinnern kann, ist, daß ich mich an einem anderen Ort befand. Ich kann mich nicht daran erinnern, wie ich dort hinkam. Das Licht war verschwunden und ich war von anderen Wesen oder Menschen umgeben. Ich hatte das Gefühl, daß ich sie kannte. Diese Wesen waren wie Familie, alte Freunde, die ich schon seit einer Ewigkeit kannte. Am besten lassen sie sich als spirituelle Familie beschreiben. Diese Wesen zu treffen war, als wenn man die wichtigsten Menschen in seinem Leben nach langer Trennung wiedertrifft. Es war wie eine Explosion aus Liebe, Zuneigung und Freude, als wir uns wiedersahen.

Die Wesen kommunizierten mit mir und untereinander in einer Art Telepathie. Wir sprachen ohne Worte, direkt, von einem Geist zum anderen, oder von einer Seele zur anderen. Keiner von uns hatte einen Körper. Wir alle bestanden aus einer unbekannten Substanz, wie aus einer Konzentration aus purem Licht; wir waren wie kleine Lichtpunkte in dem uns umgebenden Licht. Jeder war sich sofort über die Gedanken anderer im Klaren. Es gab keine Möglichkeit, aber auch keinen Grund, etwas vor anderen zu verstecken. Diese Art der Verständigung machte Mißverständnisse unmöglich und gab uns ein Gefühl von Nähe, das fast unmöglich zu beschreiben ist. Wir waren Individuen, aber zur gleichen Zeit waren wir alle eins, für ewig vereint durch die unzerstörbaren Bande der Liebe und auch vereint mit dem Licht in der Lichtwelt um uns herum. Wir waren ein Teil davon und hatten auch untereinander Anteil am Licht des anderen. Die Liebe, die ich von diesen Wesen erfuhr, heilte mich, die Dunkelheit in mir wurde vom Licht erfüllt, mein Schmerz und meine Trauer, die sich während meines Lebens angesammelt hatten, wurden ausradiert. Die Erde und mein Leben schienen weit weg zu sein und entfernten sich immer mehr, fast so als hätte alles gar nicht stattgefunden. Die Zeit, die ich an diesem Ort mit meiner Seelenfamilie verbrachte, fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Zeit existierte im eigentlichen Sinne nicht mehr. Dasselbe galt für Raum. Trotz alledem gab es verschiedene Orte, zu denen man gehen konnte und man legte bestimmte Zeitspannen zurück. Dies ist natürlich widersprüchlich, aber leider kann ich es nicht besser erklären. Raumloser Raum und zeitlose Zeit. An diesem Ort gab es nur pures Sein. Daß ich geheilt wurde, daran erinnere ich mich, aber an nichts weiter, außer der Tatsache, daß wir alle zusammen waren und unser Miteinander unglaublich genossen. Diese Welt des Lichtes war riesig und erschien unendlich weit, ohne Grenzen und Einschränkungen. Ich erinnere mich, daß alle Wesen vollständiges Wissen hatten, Wissen über alles und jeden.

Es war alles sehr angenehm, voller Liebe und unbeschreiblich schön. Jedes “Ding” und “Wesen” an diesem Ort bestand aus Licht und alles war Licht, obwohl es individuelle “Dinge” und “Wesen” gab. Das Licht ist mir am besten in Erinnerung geblieben. Es lebte. War lebendig. Ein lebendiges Licht, das alles war, die Essenz von allem. Als nächstes erinnere ich mich daran, daß ich plötzlich wieder mit dem Wesen zusammen war, das ich zuerst getroffen hatte. Es sagt mir, daß ich wieder zurück müßte. Ich sagte : „Auf gar keinen Fall, ich gehe nicht”. Zurückgehen war wirklich das letzte, was ich wollte. Das Leben auf der Erde, von Dunkelheit erfüllt, mit all dem Schmerz, Trauer, Einschränkungen und Grenzen, erschien wie ein schreckliches Gefängnis verglichen mit dem Ort, an dem ich mich befand. Ich weigerte mich ganz einfach zu gehen. Mir wurde gesagt, daß meine Zeit noch nicht gekommen sei, und daß mir ein weiterer Besuch nach Hause gewährt würde. Ich hatte meine Aufgabe auf der Erde, meine Arbeit, die ich gewählt hatte, noch nicht erfüllt. Das Wesen erinnerte mich daran, daß meine Aufgabe darin bestand, mehr über Nächstenliebe und Mitgefühl zu lernen und Wege zu finden, diese auf der Erde umzusetzen. Meine Aufgabe bestünde darin, anderen in jeder erdenklichen Weise zu helfen. Dies hatte ich selber gewählt. Es sagte mir, daß ich sehr bald wieder in die Welt des Lichtes zurückkehren würde. Vergiß nicht, daß es in Wirklichkeit keine Zeit gibt, sondern nur Ewigkeit, sagte das Wesen. Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, daß ich zurück war; ich fühlte meinen Körper, die Welle hatte mich ans Ufer getrieben, und ich hustete das Meerwasser aus meiner Lunge. Als Kind vergaß ich die Nahtoderfahrung, und die Erinnerung daran kam erst viele Jahre später. Sie hat mir jedoch Kraft gegeben, um mit Schwierigkeiten im Leben besser fertig zu werden und mir den Mut gegeben, anderen zu helfen und sie zu unterstützen. Während meines ganzen Berufslebens habe ich in der einen oder anderen Weise anderen Menschen geholfen. Als ich achtzehn Jahre alt war, begann ich mit der Pflege alter Menschen. Menschen, die am Sterben, senil, emotionell oder physisch krank waren. Ich arbeitete mit Aidskranken und mit geistig Behinderten.

Später arbeitet ich in der psycho-sozialen Betreuung unter Leuten mit psychologischen, sozialen, existenziellen, emotionalen und spirituellen Schwierigkeiten. In all den Jahren hatte ich das Gefühl, daß das, was ich machte, sehr wichtig und bedeutend ist, selbst in der Zeit, in der ich mich an mein Erlebnis nicht erinnern konnte. Zurzeit arbeite ich als Therapeutin in der Psychosynthese, einem Zweig der transpersonalen Psychologie.Mein Todeserlebnis hat außerdem die Grundlage für mein lebenslanges Interesse am Paranormalen, Mystischen, Außergewöhnlichen und Spirituellen gelegt. Ein Interesse, das ich schon mein ganzes Leben hatte. Über viele Jahre konnte ich allerdings nicht genau sagen, warum.

Das Erlebnis hat mich dazu gebracht, unbekannte Dimensionen zu erforschen, es brachte ich dazu, Antworten auf viele Fragen zu suchen und zu finden und mich ständig zu bemühen, mehr über Leben und Tod und alles, was dazwischen ist, zu lernen. Außerdem versuche ich, immer neue Wege zu finden, wie man anderen helfen kann, was für mich die bedeutendste Sache im Leben darstellt. Letztlich lehrte mich die Nahtoderfahrung genauso viel über das Leben wie über das Sterben. Und das tut es immernoch.

Fragebogen

Standen Sie während des Erlebnisses unter dem Einfluß von Medikamenten oder anderen Substanzen, die Einfluß auf Ihre Wahrnehmung gehabt haben könnten? Nein

Ist das Erlebnis schwer in Worte zu fassen? Ja

Was genau läßt sich schwer beschreiben? Zu jener Zeit war ich fünf Jahre alt und konnte das Ganze schwer in Worte fassen. Selbst heute ist es schwierig, die Vorfälle zu beschreiben, da ich mich in einem Reich befand, welches sich außerhalb unseres normalen Bewußtseins befindet, ein Reich, wo Worte nichts bedeuten. Es gibt eine menschliche, grundsätzlichere Ebene der Kommunikation. Es gibt keine Worte, mit denen man diese Art von Erlebnis ausdrücken kann, so daß man Worte fast neu erfinden muß.

Waren Sie zur Zeit des Erlebnisses in einer lebensbedrohlichen Situation? Ja.

Können Sie das beschreiben? Beim Baden im Meer wäre ich fast ertrunken.

Wie können Sie Ihren Zustand während des Erlebnisses beschreiben im Hinblick auf Aufmerksamkeit und Bewußtsein? Ich hatte das Gefühl des absoluten Bewußtseins, so wie ich es noch nie erlebt hatte. Es war so, als wüßte ich alles über alles. Totales und komplettes Wissen. Totales und komplettes Bewußtsein.

Fühlten Sie sich wie in einem Traum? Nein, alles war real. Realer als die Wirklichkeit, die ich vorher und nachher erlebt habe. Tatsache ist, daß das Erlebnis die Realität darstellt und sich das Leben auf der Erde mehr wie ein Traum anfühlt. Aus diesem Grunde habe ich auch das Zentrum, für das ich arbeite, “Zentrum der Realität” genannt.

Erlebten Sie eine Trennung von Körper und Geist? Ja

Können Sie Ihren Zustand ohne körperliche Hülle beschreiben? Reiner Geist, reines Bewußtsein, ohne Grenzen oder Einschränkungen. Die Substanz, aus der ich und die anderen Wesen, denen ich begegnete, bestand, war konzentriertes Licht. Wir waren das Licht, bestanden allerdings aus einer anderen Dichte als andere Dinge und Wesen um uns herum.

Wie fühlten Sie sich während des Erlebnisses und Welche Emotionen hatten Sie? Ich fühlte mich vollkommen, tiefer Frieden durchdrang mich, unbeschreibliche Freude, äußerstes Gefühl von Freiheit, und ich spürte vor allem Liebe. Eine Liebe, die man mit Worten nicht beschreiben kann. Als ich diese Welt wieder verlassen mußte, verspürte ich jedoch Trauer und Kummer.

Hörten Sie irgendwelche ungewöhnlichen Geräusche? Nein.

Sind Sie Sie in / durch einen Tunnel oder eingeschlossenen Bereich gekommen? Ich bin mir nicht sicher.

Können Sie das genauer beschreiben ? Ich bewegte mich, reiste durch Dunkelheit bevor ich die Welt des Lichts erreichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch keine Wahrnehmung von einem Tunnel. Ich wollte nur das Licht erreichen; von daher kann es sein, daß ich nichts weiter wahrnahm.Sahen Sie ein Licht? Ja.

Können Sie dies beschreiben? Es war ein lebendiges Licht. Das Licht war alles, die Essenz von allem. Ich sah nicht nur das Licht. Ich selbst, all die anderen Wesen, denen ich begegnete und alles in dieser Welt bestand aus Licht. Dies, glaube ich, ist die Grundlage, auf der viele religiöse und spirituelle Lehren und Traditionen das Phänomen beschreiben, mit allem eins zu sein. Wenn alles grundsätzlich aus diesem Licht besteht, dann sind wir in der Tat alle eins. Und dies ist genau das, was ich erlebt habe.

Haben Sie andere Wesen getroffen oder gesehen? Ja

Können Sie dies beschreiben? Siehe oben

Hatten Sie eine Rückschau über vergangene Ereignisse in Ihrem Leben? Ja

Können Sie dies beschreiben? Siehe oben

Konnten Sie etwas im Hinblick auf Personen oder Ereignisse beobachten, was später bestätigt worden konnte? Ja

Können Sie dies beschreiben? Nichts von dem konnte später jedoch als Beweis angesehen werden. Es ging meistens um persönliche Dinge aus meinem Leben und um meine Familie, Dinge die ich Jahre später erfuhr und schon wußte, da sie in meinem Lebensablauf vorkamen.

Haben Sie irgendwelche wunderschönen, oder anderweitig bemerkenswerte Orte, Ebenen oder Dimensionen besucht oder gesehen? Ja

Können Sie dies beschreiben? Siehe oben. Ich kann mich an keine anderen Ebenen während meines Erlebnisses erinnern.

Hatten Sie das Gefühl, daß sich Zeit oder Raum veränderten? Ja

Können Sie das beschreiben? Es gab keinen Raum und keine Zeit. Nur Unendlichkeit und Ewigkeit.

Hatten Sie das Gefühl, daß Sie der Frage nach dem Sinn und universellen Fragen auf den Grund kamen oder hatten Sie andere Einsichten? Ja

Können Sie das beschreiben? Der Sinn meines Lebens liegt im Streben nach Liebe und darin, Wege zu finden, wie ich diese Liebe auf der Erde ausdrücken kann. Es geht mir darum, anderen zu helfen, soweit es mir möglich ist. In gewisser Hinsicht glaube ich, daß dies der Sinn des Lebens ist, speziell wenn es darum geht über Liebe zu lernen und Liebe auszudrücken.

Erreichten Sie räumliche Grenzen oder bewegten Sie sich in begrenzten Räumen? Nein.

Wurde Ihnen Ereignisse aus der Zukunft gezeigt? Ja

Können Sie das beschreiben? Ich bin mir bewußt, daß mir Details und Ereignisse aus der Zukunft gezeigt wurden. Außerdem Personen, denen ich begegnete, aber leider, oder Gott sei Dank, habe ich sie alle vergessen. Manchmal, wenn Dinge passieren oder ich Personen treffe, von denen ich weiß, daß ich sie in meinem ganzen Leben noch nicht getroffen habe, ‚kenne’ und ‚erinnere’ ich mich wieder and sie.

Waren Sie eingebunden in die Entscheidung, in Ihren Körper zurückzukehren – oder waren sie sich einer solchen Entscheidung bewußt? Ja

Können Sie das beschreiben? Dieser Teil meiner Erfahrung war der “praktischste”. Das Wesen aus Licht sagte mir, daß ich zurück muß und ich entgegnete: nein. Ich erinnere mich, daß ich mich zu diesem Zeitpunkt wie ein Kind behandelt fühlte. Ich war ein Kind im spirituellen Sinne, und ein Erwachsener im spirituellen Sinne sprach zu mir. Es war, als ob es mich anlächelte aber mir trotzdem eindeutig klar machte und sagte: Du mußt. Dies ist deine Arbeit. Dies ist deine Aufgabe. Du mußt es machen. Es erinnerte mich daran, daß ich es mir selbst ausgesucht hatte. Ich führte mich auf wie ein Kleinkind und weigerte mich einfach zu gehen. Diese Weigerung war eine meiner ersten Erinnerungen, seitdem ich mich wieder an meine Nahtoderfahrung erinnere. Ich fand im Folgenden heraus, daß dies die Grundlage meiner persönlichen und emotionalen Probleme darstellt. Ich versuchte, mit Therapie daran zu arbeiten, zu akzeptieren, daß ich zurück mußte, daß ich es mir selbst ausgesucht hatte. Eine Einsicht, die ich während meiner Erfahrung zu keinem Zeitpunkt hatte.

Haben Sie parapsychologischen, paranormale oder andere Fähigkeiten seit dem Erlebnis, die Sie vorher nicht hatten? Ja.

Können Sie das beschreiben? Seit dem Erlebnis erwarb ich eine Art von Wahrnehmung, die es mir ermöglicht, durch den äußeren Schein anderer Menschen hindurchzusehen. Ich kann ins wahre Ich vordringen und die Person von einer anderen Perspektive sehen, indem ich die versteckten Schmerzen, Bedürfnisse, Sehnsüchte, die versteckten Ziele und unterbewußten Lebensstrategien sehe. Diese Gabe hatte mir einige Probleme bereitet, bis ich lernte damit umzugehen und sie für einen guten Zweck zu nutzen. Manchmal habe ich Träume, in denen ich die Zukunft sehen kann und manchmal habe ich intuitives Wissen.

Haben sich im Anschluß an Ihr Erlebnis Ihre Einstellungen und Überzeugungen geändert? Ja.

Können Sie das beschreiben? Ich kann mir beim besten Willen nicht ausmalen, wie mein Leben ohne die Nahtoderfahrung verlaufen währe. Schließlich war ich zu dem Zeitpunkt nur ein Kind, das noch keine eigenen Überzeugungen oder Einstellungen hatte. Ich bin mir jedoch sicher, daß ich aufgrund des Erlebnisses die spirituelle Person geworden bin, die ich heute bin. Eine spirituelle Person ohne Voreingenommenheit zu Glaubenslehren oder religiösen Ritualen. Ich bin außerdem sehr offen gegenüber Ideen und Konzepten, wie zum Beispiel Reinkarnation, und fühle mich mehr zu den östlichen spirituellen Lehren und Praktiken hingezogen als zu westlichen und eher zu empirischer Spiritualiät als zu speziellen Glaubensrichtungen oder intellektuellen Lehren.

Hat die Nahtoderfahrung Ihre Beziehungen beeinflußt? Oder Ihr tägliches Leben? Ihre religiöse Lebensweise usw.? Ihren Karriereweg? Die einzige Karriere, die mich je interessiert hat, war die des “Helfers”. Dies war für mich immer die wichtigste und bedeutendste Arbeit, auch wenn dies manchmal bedeutet hat, kaum Anerkennung zu bekommen und in Berufen zu arbeiten, die nur einen geringen sozialen Status haben. Meistens verdient man in diesen Berufen wenig Geld und arbeitet mit Menschen, die in unserer westlichen Gesellschaft als minderwertig oder als Außenseiter angesehen werden. Ich habe meine Arbeit jedoch immer geliebt und liebe sie immer noch. Die Erfahrung hat meine Beziehungen in einem breiteren Spektrum beeinflußt. In positiver Weise, da Liebe die Grundlage für alles in meinem Leben darstellt und in negativer Weise, da viele Menschen mich nicht akzeptieren und nicht verstehen, daß dies für mich wichtig ist und meine Lebenserfüllung ist.Mir sind materielle Dinge und Geld und Erfolg egal. Das Einzige was für mich zählt, sind die Erfahrungen und das Wissen, welches mir die Nahtoderfahrung vermittelt hat. Ich versuche immer nach dem tieferen Sinn zu suchen. Es gibt Leute, die meine Fähigkeit durch Oberflächlichkeiten zu sehen nicht zu schätzen wissen. In unserer Gesellschaft gibt es so viele Halbwahrheiten, Lügen und Hintergedanken im Umgang mit anderen, die beinahe als ‚normal’ angesehen werden. ‚Normalität’ in der Kommunikation und in zwischenmenschlichen Beziehungen bedeutet für mich jedoch totale Wahrheit und daß man nichts versteckt. Es war manchmal schwierig, diese Fähigkeit in mein tägliches Leben zu integrieren.

Haben Sie Ihre Nahtoderfahrung mit anderen geteilt? Ja.

Können Sie das beschreiben? Meine Beschreibungen wurden immer sehr unterschiedlich aufgenommen. Manchmal ist es faszinierte Neugierde, andere waren tief getroffen, wieder andere hingegen glaubten mir einfach nicht und ließen sich nicht darauf ein. Am besten verstehen mich natürlich die Personen, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben. Ich fand es jedoch auch sehr sinnvoll sie mit Kranken zu teilen, oder sogar mit Sterbenden, oder Personen, die sich vor dem Tod fürchten. Die Angst vor dem Tod ist meiner Erfahrung nach sehr weit verbreitet in unserer westlichen Gesellschaft.

Welche Emotionen folgten Ihrem Erlebnis ? Freude, Verwunderung, Frieden. Aber auch Trauer und Traurigkeit wegen der Tatsache, daß ich wieder zurück, wieder in den Raum der Dunkelheit, des Schmerzes und Einschränkungen mußte, was diese Realität hier auf der Erde im Vergleich zu der Welt des Lichtes für mich darstellt.

Was war für Sie der beste und der schwierigste Teil Ihrer NahtodErfahrung? Das Schlimmste war die Furcht vor dem Tod unmittelbar vor dem Erlebnis. Das Beste war das Treffen mit dem Wesen aus Licht, das mir mein Leben vorführte. Dieses Wesen stellt für mich das Wichtigste in meinem gesamten Leben dar.

Gibt es noch irgendwelche Ergänzungen, die Sie gerne berichten würden? Die Nahtoderfahrung führt uns den Tod vor Augen. Demzufolge führt sie uns jedoch auch das Leben vor Augen. Leben und Tod sind untrennbar, gehören ganz einfach zusammen. Indem man lernt zu leben, lernt man gleichzeitig zu sterben, und umgekehrt; durch die Erfahrung des Todes lernt man das Leben richtig zu schätzen und zu werten. Solange wir Angst vor dem Tod haben, solange werden wir Angst vor dem Leben haben. Wenn wir Angst vor dem Sterben haben, werden wir nie richtig leben.

Hat sich Ihr Leben aufgrund der Erfahrung verändert? Ja

Können Sie das beschreiben? Siehe oben.

Gab es im Anschluß an Ihr Erlebnis weitere, ähnliche Erfahrungen? Oder haben Medikamente oder andere Substanzen einen Effekt gehabt, der mit dem des Erlebnisses vergleichbar ist? Ja.

Können Sie das beschreiben? Meine Bemühungen in der Selbsterfahrung, mit deren Hilfe ich tiefe Einblicke in mein Innerstes bekomme, meine Meditationen, spontane Erfahrungen von Licht und ungewöhnlichem Frieden. Erlebnisse in Beziehungen, die wirklich nah sind und voller Liebe sind.

Konnten die Fragen und die Informationen, die sie gegeben haben einen umfassenden und genauen Einblick in Ihre Erfahrung geben? Ja.

Bitte erklären Sie : Gute Fragen!

Hätten Sie Vorschläge, mit denen man den Fragebogen der www.nderf.org verbessern kann? Glauben Sie, daß es für die Tatsache, daß Sie dieses Erlebnis hatten einen tieferen Grund gibt? Ja, ich glaube, daß Nahtoderfahrungen einen Einfluß auf das moderne Leben haben. Sie verändern das kollektive Bewußtsein unserer Zeit. Sie führen uns eine neue Perspektive des universellen Verständnisses vor, universelle Liebe, universelle Einheit, universelle Liebe. Dinge, die wir in der heutigen Zeit dringend benötigen.