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Gail T Nahtoderlebnis |
Erfahrungsbeschreibung:
Man hatte mir eine Narkose gegeben, um eine kleinere Operation vorzunehmen. Es sollten ein paar Zysten durch den Vaginalkanal entfernt werden. Nachdem die Operation erfolgreich beendet war – so sagte der Arzt mir – begann ich heftig zu husten. Er erzählte mir, daß ich, wenn er meinen Mund bedeckte, nicht durch die Nase atmen konnte.
Ich erinnere mich nur an den letzten Huster! Ich hustete mich aus meinem Körper heraus und sah, wie sie mich auf dem Operationstisch bearbeiteten. Dann ging ich durch dieses schwarze Etwas. Ich erinnere mich nicht mehr so gut an diesen Teil. Ich erinnere mich nur daran, daß ich auf einmal in diesem ewigen Fluß aus lebensgroßen durchscheinenden geometrischen Formen trieb. Sie hatten alle verschiedene polygonale Formen, aber keine Kreise oder Dreiecke. Diese Formen waren luminiszent – in Pastellfarben: Hellgelb, Rosa, Babyblau. Ich konnte diesen ewigen Fluß sehen und wußte, daß ich in ihm war.
Mich überkam eine schreckliche Traurigkeit. Dieser Ort kam mir sehr merkwürdig vor, und ich dachte an meine Eltern und meinen Bruder. Ich wußte, sie würden mich nie wiedersehen. Ich wollte dort nicht bleiben... Ich sehnte mich nach unserer physischen Welt, wo ich einen Tisch als Tisch sah, einen Stuhl als einen Stuhl etc.
Stattdessen fühlte ich mich sehr einsam. Ich war für immer in der Unendlichkeit verloren. Es war, als ob ich für immer in Einzelhaft wäre, mit nichts anderem als meinen Gedanken und Gefühlen. Ich konnte mich an alles erinnern. (Ich hatte keinen Lebensrückschau). Ich war zu beschäftigt damit, mich nach einer Rückkehr in die physische Welt zu sehnen. Vielleicht war das etwas erschreckend für mich. Ich habe es immer gehaßt, allein zu sein.
Ich war mir bewußt, daß da ein bestimmter Punkt etwas jenseits von mir war und daß ich, sollte ich ihn überschreiten, niemals zurückkommen würde. Der Punkt war nicht markiert, aber ich wußte dennoch, daß er da war. Ich konnte auch über diesen Punkt hinaussehen und wußte, daß es dort genau so war wie hier, wo ich jetzt war.
Plötzlich fühlte ich, wie eine gewaltige Kraft mich durch den Anus wieder in meinen Körper zurückstieß. Ich fühlte ein Kribbeln – erst in meinen Füßen, dann in meinen Händen. Ich öffnete die Augen, und das erste, was ich sah, waren die drei Dreiecke, die durch die Ecken von zwei Wände gebildet wurden, wo sie auf die Decke trafen. Die Wände waren hell- und die Decke dunkelgrün.
Der Doktor kam, um mich zu sehen und sagte mir, daß ich dem ganzen Krankenhaus Angst eingejagt hätte. Er sagte, daß ich violett angelaufen sei und mir die Augen herausgequollen seien, und daß er schon meinen US-Paß aus meiner Handtasche genommen habe, um meinen nächsten Anverwandten mitzuteilen, daß ich gestorben sei.
Nach dieser Erfahrung sprach ich mit dem besten Freund meines Vaters, einem Doktor der Philosophie und davor Oberrabbiner von Lima und Mexiko City. Er sagte mir, daß dies kein Traum gewesen sei. Wenn es ein Traum gewesen wäre, könnte er ihn mir erklären.
Ein anderer Freund war ein Psychiater und Schriftsteller. Auch er sagte mir, daß dies keine Halluzination gewesen sei.
Ich kam wieder zurück in die USA. Ich wurde krank durch wiederholte Infektionen der oberen Atemwege und schließlich hatte ich eine plastische Nasenoperation, die das abweichende Septum korrigierte, um die Infektionen loszuwerden.
Ich startete ein wilde Suche; ich las, schloß mich auf der Suche nach Antworten verschiedenen Kulten und Religionen an. Ich erwarb Bücher über die Kabbala. Meine Suche aber schien geleitet. Ich gehe noch immer durch Phasen spiritueller Erregung und spirituellen Wachstums, der Phasen spiritueller Stille folgen.
Ich weiß, daß ich jetzt spirituelle Führer habe. Ich weiß, wenn sie etwas leiten oder wenn ich jemanden treffe, den ich treffen sollte.
Kurz nach der Erfahrung schien ich einige Dinge zu wissen, die ich nicht wissen konnte --- es ist wie purer Instinkt oder die Fähigkeit mit einer Art Telepathie mit bestimmten Leuten in Kontakt zu treten --- nicht mit jedem.
Um ein Beispiel zu nennen: Als ich in Caracas, Venzuela, lebte, ging ich zu einer Party, die im Hause eines Senators stattfand. Sein Sohn war mein Freund. Diese oberflächlichen Gesellschafts-Parties langweilten mich schrecklich und so fand ich mich schließlich in der Bibliothek seines Vaters wieder, wo ich mir die Bücher ansah. Besonders faszinierte mich der Paperback-Band „Seth Speaks“ („Seth spricht“) von Jane Roberts. Als mein Freund sah, daß ich das Buch las, bot er mir an, es zu behalten. Seth half, eine Menge zu erklären. Heute wird Seth in den Kreisen der Quantenphysik zitiert, da er die ‚Strings’ beschrieb, bevor unsere Physiker wußten, daß sie existieren. Meine Führer schickten mir sogar einen Freund, der jetzt einer meiner besten Freunde und Führer ist, und der Chemiker, Mathematiker und in erster Linie Quantenphysiker ist. Natürlich ist er Italiener, wie viele unserer großen Denker, und besucht uns glücklicherweise zweimal im Jahr. Dann leite ich ihn manchmal und er erklärt mir hochentwickelte Konzepte.
Ich wurde auch von einem Freund meines Bruders angerufen und zu einem Wochenendkurs in „Geisteskontrolle“ eingeladen. Der Raum war voll mit Doktoren, Zahnärzten, Experten etc. Irgendwann diskutierte er spirituelle Führer. Ich hob meine Hand und fragte „wer sind diese Führer?“ Der Seminarleiter war mir gegenüber immer sehr hart, wenn ich eine Frage stellte. Manchmal war er geradezu beleidigend. Ein Mädchen, die weiter hinten saß, versuchte mich zu verteidigen und mich vor ihm zu schützen und sagte zu ihm: „Vielleicht ist sie eine Anfängerin und weiß es deshalb nicht!“ Woraufhin er antwortete: „Wer – dieses kleine Mädchen? Sie weiß es nicht? ... Ich möchte, daß Sie alle wissen, wer diese kleine Dame ist. Wenn Sie alle sich für zehn Jahre hingesetzt hätten – jeder von Ihnen – wüßten Sie nicht, was dieses kleine Mädchen weiß! Ihr Wissen über Metaphysik, Esoterik etc. ist mehr oder weniger enzyklopäisch!“
Ich lernte in seinem Kurs Energie einzufangen, ich lernte mit meinen Händen und meinem Geist zu heilen, und wir machten sogar Übungen, um zu versuchen, eine andere Dimension zu betreten. Die Techniken dafür sind im Grunde dieselben, die bei Hypnose oder Autosuggestion (Visualisierung) benutzt werden.
Ich habe meine Heilkräfte sehr selten benutzt. Wenn ich es tue, werden meine Hände heiß und manchmal habe ich gefühlt, daß während einer Sitzung Schmerz in sie hineinging.
Hier ist, was ich gelernt habe und wie ich meine Erfahrung erkläre:
Als ich meinen Körper verließ, hatte ich noch immer Gedanken und Gefühle. Daher verläßt die Seele – meine Seele – tatsächlich den Körper in einem Energiepaket (Gedanke/Gefühl). Ich kann Euch nicht sagen, wie weit oder wie schnell die Seele reist. Ich bin mir sicher, daß ich eine Dimension durchquerte – heraus aus dem Physischen in etwas anderes, wo Erfahrungen Gedanke/Emotion sind. Jedes Licht, das ich sah, war eine andere Seele. Ich trieb in einem Seelen-Fluß. In der Kabbala wird Gott „Ein Sof“ genannt. Die buchstäbliche hebräische Übersetzung ist „Es gibt kein Ende“. In anderen – kabbalistischen – Worten ist Gott das Unendliche. Ok! Unendlichkeit wovon? Von all den Seelen, die jemals waren, sind und sein werden. Jedes Licht ist ein Teilchen von Gott, dem Unendlichen! Und die Energie (Gedanke/Gefühl) ist daher sowohl unendlich als auch allmächtig. Jetzt verstehe ich, warum wir jemanden ‚erleuchtet’ nennen.
Wo war ich? Im Himmel oder in der Hölle? In Wahrheit geht man zu genau demselben Ort. Wenn man sich mit den anderen Lichtern verbinden kann, ist man nicht länger allein, man ist im Himmel! Wenn man sich nicht verbinden kann, ist man in der Ewigkeit verloren, völlig mit sich allein ohne jegliche Verbindung zu irgendwas außer zu den eigenen Gedanken und Gefühlen! Für mich ist das ewige Einzelhaft! Wenn das nicht die Hölle ist, weiß ich nicht, was ‚Hölle’ sonst sein soll. Ich glaube jetzt, daß Liebe die einzige Energie ist, die es erlaubt, uns zu verbinden. Es ist wie eine Kommunikations-Vorschrift, die nötig ist, um sich mit den anderen Seelen verbinden und kommunizieren zu können und ein Teil Gottes zu werden (zu Gott zurückzukehren). Ich wußte, daß ich das nicht verdiente wegen meiner Lebensweise vor der Erfahrung.
Unglücklicherweise bin ich eine ganze Weile wieder in diese alten Verhaltensweisen zurückgerutscht. Ich mußte noch wachsen während ich suchte. Es brauchte bis ins Jahr 1986 bis ich daserreicht hatte. 1987 traf ich meinen Ehemann und heiratete 1988. Mein Leben und meine Werte sind völlig anders. Meine eigene Familie kennt mich nicht richtig.
Jesus hatte recht als er sagte: „Gott ist innen, außen und überall.“ Dieser Lichtfluß war die Einheit aller Seelen. Wir sind alle ein Teil Gottes und Gott ist wirklich alles, was da ist. Im Judentum sagen wir: „Höre, Israel, der Herr unser Gott ist Eins!“
In der Kabbala, stammt die Seele von Gott und befindet sich auf ihrer Rückreise. Wenn man diesem Pfad nachgeht, hat man das mathematische Zeichen für Unendlichkeit gezeichnet.
Im Judentum lehrt man uns, daß es nicht erlaubt ist, den Namen Gottes zu nennen. Auch das Tetragramaton YHVH (im Hebräischen ohne Vokale geschrieben) kann nicht physikalisch über die Stimmbänder ausgesprochen werden. Tatsächlich sprechen wir das Wort YHVH jeden Moment aus, den wir leben. Es repräsentiert jeden Atemzug. Wenn wir nicht mehr einatmen können – YH – und nicht mehr ausatmen – VH – hören wir auf zu leben.
Die andere Frage, die ich hatte, war: Wenn ich niemals zuvor hier war, woher kenne ich den Punkt, den ich nicht überschreiten darf – oder es gibt kein Zurück!
Ich hatte die Wahl weiterzugehen, oder diesen enormen Wunsch, diesen Punkt nicht zu überschreiten. Aber, wenn ich niemals zuvor dort gewesen bin, wie kann ich das wissen? Der Punkt ist nicht markiert, und ich kann mich nicht erinnern, jemals hiergewesen zu sein?
Meine Schlußfolgerung war, daß ich hier schon einmal gewesen sein mußte, aber es im Moment meiner Geburt vergessen habe. Noch immer kann ich keine andere Erklärung finden.
Ich fragte einen sehr besonderen, spirituellen Rabbi in Sao Paulo, Brasilien: „Warum bin ich zurückgekommen?“ Er antwortete: „Weil der Herr Mitleid mit dir hatte.“
Ich fühle noch immer, daß ich eine Mission zu erfüllen habe, aber ich weiß nicht, was es ist. Was ich durch diese Erfahrung gelernt habe, ist zu viel, um es an einem Abend niederzuschreiben. Es wäre vielleicht besser, wenn mich jemand anruft.
Gab es irgendwelche Medikationen oder Substanzen mit dem Potential, die Erfahrung zu beeinflussen? Ja
Erklärung: Ketalar ist dafür bekannt, Dissoziationen vom Körper hervorzurufen und wird wegen dieses Effekts für schwere Fälle von Verbrennungen und Traumen benutzt.
War es schwierig, die Erfahrung in Worten auszudrücken?? Nein
Was macht es so schwer, diese Erfahrung in Worten auszudrücken? Ich kann es bis heute bis ins Detail beschreiben. Was ich sah, war völlig jenseits von allem, auf das ich mich in unserer materiellen Welt beziehen könnte. Aber ich kann es immerhin in materiellen Begriffen beschreiben.
Ich glaube, ich kann erklären, was ich sah und wo ich war, nachdem ich Bände über Bände von Büchern gelesen und mich selbst verschiedenen religiösen Denkweisen ausgesetzt hatte. Die besten Erklärungen sind in der Tat kabbalistisch und werden jetzt auch in der Quantenphysik erforscht.
Was war der Grad der Bewußtheit und Wachheit während der Erfahrung? Ich war bei vollem Bewußtsein während der ganzen Erfahrung. Meine Gedanken waren klar und ich erfuhr schreckliche Traurigkeit.
War die Erfahrung in irgendeiner Weise traumähnlich? Der beängstigende Tei der Erfahrung war, daß sie völlig anders als alles war, das ich jemals vorher hätte erdenken können. Es ähnelte nichts, das meine Imagination hätte kreieren können. Es war ein mir völlig fremdes Umfeld.
Erlebten Sie eine Trennung ihres Bewusstseins von ihrem Körper? Ja
Beschreiben Sie Ihre vom Körper getrennte Erscheinung oder Form: Das habe ich schon oben ausführlich beschrieben.
Welche Emotionen spürten Sie während der Erfahrung? Schreckliche Traurigkeit und Sehnsucht, Nostalgie für diese Welt.
Hörten Sie ungewöhnliche Laute oder Geräusche? Ich hörte absolut gar nichts außer dem Geschwätz meiner eigenen Gedanken.
Reisten Sie in oder durch einen Tunnel oder einen abgetrennten Bereich? Unsicher
Beschreiben Sie: Ich denke, ich ging vom Heruntersehen auf meinen von Ärzten umgebenen Körper, die auf dem Tisch an ihm arbeiteten, durch eine kurze Dunkelheit, direkt in den unendlichen Fluß der Lichter.
Sahen Sie ein Licht? Ja
Beschreiben Sie: Ich war in dem Fluß der Lichter.
Trafen oder sahen Sie irgendwelche anderen Wesenheiten? Nein
Beschreiben Sie: Ich sah nichts, das irgendetwas auf dieser Erde ähnlich sah! Ich nahm in einer anderen Dimension wahr. Ich konnte ohne Augen sehen, und was ich sah, war eher eine Art kosmischer Schaum
Erlebten Sie eine Rückschau auf vergangene Ereignisse Ihres Lebens? Nein
Beschreiben Sie: Ich wußte von dem Punkt, den ich nicht überschreiten durfte. Gott allein weiß, wie!
Meine Erfahrung hat mich zu einem neuen Leben aufgeweckt, einem Leben der verzweifelten Suche nach Erklärungen und Antworten auf das, was ich erlebt habe --- und was ich nachfolgend gelernt habe, hat mein Leben zum besseren gändert.
Beobachteten oder hörten Sie etwas in Bezug auf Menschen oder Ereignisse während ihrer Erfahrung, das später bestätigt werden konnte? Ja
Beschreiben Sie: Dinge, die in Büchern geschrieben stehen, und durch verschiedene Religionen. Die Seth Bücher, Lazaris, die Bibel, die Kabbala und einige Hindu Prinzipien und Gedanken.
Sahen oder besuchten Sie irgendwelche schönen oder sonst wie besonderen Orte, Ebenen oder Dimensionen? Ja
Beschreiben Sie: Eine andere Dimension. Siehe meine Beschreibung oben.
Hatten Sie ein Gefühl von verändertem Raum oder veränderter Zeit? Unsicher
Beschreiben Sie: Ich war in der Ewigkeit und wollte heraus. Ich habe keine Ahnung, wie lange die Erfahrung dauerte.
Hatten Sie das Gefühl, als hätten sie besonderes Wissen, so z.B. über die universale Ordnung und/oder deren Zweck? Ja
Beschreiben Sie: Definitiv, siehe meine Beschreibung oben. Wissen über den Umkehrgrenzpunkt, obwohl ich in die Ewigkeit sehen konnte.
Erreichten Sie eine Grenze oder eine begrenzende physische Struktur? Ja
Beschreiben Sie: Das war der unsichtbare Umkehrgrenzpunkt. Ich überschritt diese Grenze nicht und wollte sie nicht überschreiten. Ich wußte, daß, wenn ich es täte, es keinen Weg mehr zurück gäbe. Ich wußte und konnte es sehen, daß es jenseits der Grenze genau so sein würde wie dort, wo ich gerade war. Aber ich sehnte mich schrecklich danach zurückzukehren. Ich hatte Angst zu bleiben – das war fremd für mich und ich hatte niemanden, um mich zu trösten. Ich trieb bloß in diesem Licht-Fluß.
Wurden Sie sich zukünftiger Ereignisse bewußt? Ja
Beschreiben Sie: Ich bin mir noch immer zukünftiger Ereignisse sehr bewußt. Viele Dinge geschehen heute, vondenen ich meinem Ehemann vor 10-15 Jahren sagte, daß sie geschehen würden. Es ist wirklich unheimlich. Ich kriege einfach diese Gefühle.
Es gibt Zeiten, wo ich, wenn ich über etwas spreche, fühle, daß die Worte durch mich hindurchfließen, aber ich weiß nicht, wie.
Waren sie eingebunden in oder sich bewußt über eine Entscheidung, zu Ihrem Körper zurückzukehren? Ja
Beschreiben Sie: Ja, ich wollte unbedingt wieder zurückkehren! Ich vermißte die Welt!
Hatten Sie übersinnliche, hellseherische oder andere besondere Gaben nach der Erfahrung, die Sie vor der Erfahrung nicht hatten? Ja
Beschreiben Sie: Erhöhte Intuition, Ahnungen, Telepathie mit bestimmten Personen und die Fähigkeit zu heilen, wenn ich mich darauf konzentrierte. Ich komme selten in die Lage zu heilen. Ich gehe nur, wenn mir gesagt wird, daß die Ärzte aufgegeben haben und die Person sterben lassen. Ich habe klare Änderungen bewirkt, und in einem Fall habe ich eine Frau, die an einem Aneurysma litt, aus dem Koma geholt. Ich kam aus dem Zimmer heraus und widersprach ihren Ärzten. Ich sagte, sie würde aus dem Koma herauskommen ---- und so war es!
Haben sich, resultierend aus ihrer Erfahrung, Ihr religiöser Glaube / Ihre religiösen Praktiken wesentlich verändert? Ja
Beschreiben Sie: Ich habe schon oben ein paar beschrieben, aber das ist ein anderes Thema, das ich genauer mit einem Forscher besprechen muß.
Hat die Nahtoderfahrung Ihre Beziehungen beeinflußt? Oder Ihr tägliches Leben? Ihre religiöse Lebensweise usw.? Ihren Karriereweg? Ich habe eine völlig andere Vorstellung von Gott als die meisten Menschen. Ich akzeptiere Religion (Dogma) als ein Zufall der Geburt. Meine Sicht ist universal und allumfassend. Ich glaube, daß sämtliche Religionen verschiedene Straßen auf dem Weg zur gleichen Wahrheit sind. Es gibt nur EINE Wahrheit --- keiner von uns besitzt sie für sich, wir alle besitzen sie in der Allgemeinheit. Was in dieser Welt existiert, ist ein Fehlen von Verständnis und Toleranz. Ich ziehe aber ganz klar die Linie bei jeder religiösen Lehre, die Haß gegen andere predigt. Das betrifft besonder jene, die glauben, daß sie die Besitzer der Einzigen Wahrheit sind, und daß alle anderen, die nicht in der gleichen Weise glauben, Ungläubige sind und sterben müssen.
Wir sind alle ein Teil von Gott, wie eine Zelle in unserem Blutstrom. Unsere gegenseitige Verbindung und unser einziger Weg zurück zu dem Einen ist Liebe. Sie ist die Universale Vorschrift für Kommunikation. Ohne LIEBE können wir nicht miteinander kommunizieren, noch weniger mit GOTT. Ich respektiere jedermanns Glauben und glaube nicht ans Missionieren. Was unsere Glaubenssysteme angeht, sind wir alle geprägt durch den Zufall unserer Geburt. Wir erhalten den Glauben durch unsere Eltern. Glauben ist unmöglich zu ändern --- selbst durch Vernunft. Eine Person kann ihren Glauben nur ändern weil sie wirklich anders glaubt und offen für Rationalität ist. Die meisten Glaubenssysteme haben nichts mit Rationalität zu tun. Sie sind einfach.
Haben Sie Ihre Nahtoderfahrung mit anderen geteilt? Ja
Beschreiben Sie: Interessanterweise teile ich diese Erfahrung nur mit Leuten, die empfänglich dafür sind, diese Art von Gespräch und Gedanken zu akzeptieren.
Welche Emotionen folgten Ihrem Erlebnis? Traurigkeit, Einsamkeit und Sehnsucht
Was war für Sie der beste und der schwierigste Teil Ihrer Nahtoderfahrung? Die Neuheit der Umgebung war sowohl der beste als auch der schlimmste Teil. Es war völlig fremd, und daher für mich sehr beängstigend.
Hat sich Ihr Leben aufgrund der Erfahrung verändert? Ja
Beschreiben Sie: Ich hörte auf, rebellisch zu sein. Ich fühlte mich wohler mit mir selbst.
Gab es im Anschluß an Ihr Erlebnis weitere, ähnliche Erfahrungen? Oder haben Medikamente oder andere Substanzen einen Effekt gehabt, der mit dem des Erlebnisses vergleichbar ist? Nein
Konnten die
Fragen und die Informationen, die sie gegeben haben einen umfassenden und
genauen Einblick in Ihre Erfahrung geben?
Ja
Erklären Sie: Ich habe durch die Erfahrung so viel gelernt, daß ich es nicht alles in einer Sitzung niederschreiben konnte. Ich rede auch lieber darüber als daß ich darüber schreibe. Außer wenn ich mich hinsetzen und ein Buch darüber schreiben würde, mit Literaturhinweisen etc.
Hätten Sie Vorschläge, mit denen man den Fragebogen der www.nderf.org verbessern kann? Glauben Sie, daß es für die Tatsache, daß Sie dieses Erlebnis hatten einen tieferen Grund gibt? Mir schien es so, daß ich eigentlich alles im ersten Segment beantwortet habe, wo Sie mich baten, meine Erfahrung zu beschreiben. Einige Fragen waren für mich überflüssig, aber ich kann sehen, wo einige Leute die Beschreibung nicht in voller Länge ausgeführt hätten, so wie ich es getan habe, so daß Sie die nötigen Informationen erhalten konnten.
Ich habe nach Leuten wie Ihnen Ausschau gehalten, denen ich meine Geschichte erzählen konnte. Das Thema ist forschungsträchtig. Meine eigenen Eltern glauben kein einziges Wort davon. Sie glauben nicht, daß es so etwas wie ‚Nahtod’ gibt. Ich aber weiß, daß das, was ich erlebt habe, real war.