Barney A NTE
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Erfahrungsbeschreibung:

Ich wuchs in einer kleinen Stadt mit einer großen Familie auf, viele, viele Geschwister und Cousins/Cousinen. Wir hatte all unsere eigenen persönlichen Eigenheiten, um sich wie Individuen zu fühlen. Ich war der Clown. Es war eine andere Zeit als heute und es war sehr normal für eine Gruppe von Kindern im Alter von 9 Jahren, draußen zu sein, die Straßen entlang zu rennen in unserer Stadt mit den dicht bewaldeten Bergen. Unsere Stadt befand sich in einem Tal, mit sehr hügeligen Straßen. Eine große Gruppe von uns, bewegte sich zum Haus meiner Taufpatin, um dort schwimmen zu gehen. Sie lebte nur 4 Häuser weiter von meinem eigenen und direkt gegenüber dem Haus meines besten Freundes. Ihr Haus befand sich gerade auf der Spitze eines ziemlich steilen Hügels (steil mit den Augen eines 9-jährigen). Ich lief in die Straße hinein und spielte einen Schülerlotsen. Ich hielt meine Hand in der Halt-Stellung und winkte einen nach dem anderen hinüber. Sie hatten alle sicher die Straße überquert und das war der Witz. Das ist alles, was ich aus meiner Sichtweise erzählen kann, die jetzt zu dem überleitet, was als nächstes passiert ist. Die anderen Kinder waren damit beschäftigt, wer als erstes in den Pool gehen würde, sodaß sie wirklich nicht sehr hilfreich sein konnten. Mir wurde erzählt, daß der Fahrer niemals bemerkte, daß er mich überfahren hatte. Der Jeep kam über den Hügel (zu schnell könnte ich mir vorstellen) und pflügte über mich drüber. Ich wurde von seiner Stoßstange direkt am Kopf getroffen. Weil ich in der Mitte der Straße lag, schützte mich das vor seinen Reifen, aber das war mein einziges Glück.

Ich habe keine Erinnerung wie ich meinen Körper verließ; am Besten könnte ich es so beschreiben, daß ich über der Szene erwachte. Ich war ungefähr auf einer Baumhöhe und blickte nach. Ich beobachtete die beste Freundin meiner Mutter, wie sie aus ihrem Haus rannte mit einer limettengrünen Babydecke. Sie bedeckte mich damit. Ich beobachtete wie die Ambulanz herankam. Die Feuerwehrstation war eine viertel Meile unterhalb des Hügels, also dachte ich, daß es seltsam ist, daß die Ambulanz von der anderen Richtung auftauchte und daß sie gelb und weiß war. In der Vergangenheit mußten wir unsere Fahrräder jedes Jahr zu der Feuerwehrstation bringen und bekamen einen Sticker, von dem der Feuerwehrmann uns mitteilte, daß dieser unsere Lizenz war. Wir hatten auch jedes Jahr Paraden und die Feuerwehrautos und die Ambulanzen ließen ihre Lichter rotieren und Sirenen läuten. Ich hatte vorher in meinem ganzen Leben noch niemals ein gelb-weißes Rettungsauto gesehen. Ich sah auch die Lichter und die Nummer der Ambulanz vom Dach aus. Ich blickte herum und bemerkte wie still es war. Wie in den alten Filmen, nur das der Text nicht hereinkam. Diese ganzen Aktionen von oben aus und ohne Hören zu beobachten, war seltsam. Am Dach meines Freundes, sah ich unser Frisbee und einige Basebälle. Ich entdeckte auch einen Drachen in der Baumkrone vor dem Haus meiner Taufpatin. Ich dachte, daß es so cool ist, Dinge von diesem Standpunkt aus zu sehen. Ich wollte gehen und noch andere Dinge finden.

Ich hörte ein leises Weinen und Reden, das klang wie mein Vater. Ich hatte das plötzliche Gefühl, daß ich etwas schreckliches getan hatte, ich spürte, daß ich in Schwierigkeiten kommen würde. Ich spürte, daß meine Eltern mir nicht vergeben würden. Ich fühlte mich in meinem Magen krank. Ich schloß meine Augen und hörte, wie mein Vater zu mir sprach „es ist gut, es ist gut, es ist gut.“ Ale ich meine Augen öffnete, saß mein Vater neben mir in der Ambulanz. Er sagte immer noch „es ist gut“. Ich fragte ihn, was gut wäre? Er sagte zu mir, daß ich über die Lichter am Dach der Ambulanz sprechen solle. Der Rest ist zusammengestückelt aus den Antworten, die ich gab. Ich starb dreimal während der OP. Drei oder vier Ärzte operierten an mir für ca. 10 Stunden. Mein Schädel war überall gebrochen rund um meinen Kopf herum und sie mußten Haut von meinem Bein/Po ablösen, um ein Stück vor meinem Ohr zu ersetzen. Ich habe versucht, das Meiste meiner Erfahrung durch Logik wegzudenken. Ich wußte, daß ich etwas gesehen hatte, daß ich vorher noch nie sah, bevor ich träumte, also erwartete ich viel mehr als die Spielzeuge auf dem Haus meines Freundes. Ich musste gewußt haben, daß sie dort oben waren, weil sie ja dort hinaufgeworfen wurden und hatte es nur vergessen. Der Drachen gehörte mir nicht, aber ich wußte, daß wir viele Drachen steigen ließen im Garten meiner Taufpatin, weil sie hatte einen der wenigen riesigen Hintergärten, der keine dichten Bäume hatte. (Ich kann das nach den Monaten der Erholung sagen. Wir gingen hinauf und holten alles, was ich gesehen hatte). Ich mußte die Decke der Mutter meines Freundes sehen, die ich während der vielen Übernachtungen dort, gebraucht hatte. Was mich bis heute plagt, ist diese Ambulanz. Einmal bekam ich meine Mutter dazu, mit mir über diesen Tag zu sprechen, sie erzählte mir, daß unsere Station an diesem Tag auf der Liste der Anrufe war, und daß sie eine Ambulanz von der Nebenstadt zu unserer sandten. Ich sagte ihr die Nummer und die Farben und sie begann zu weinen. Ich sah keinen Grund, diesen Unfall mit meiner Familie zu teilen, also versuchte ich, ihn zu vergessen und nicht mehr darüber zu reden. Ich habe es vielleicht 5 Menschen in meiner ganzen Lebenszeit erzählt.

Hintergrundinformationen:

Geschlecht: Männlich

Datum an dem die NTE stattfand: 1978

Gab es zum Zeitpunkt Ihrer Erfahrung ein damit zusammenhängendes lebensbedrohliches Ereignis? Ja Unfall

NTE Elemente:

Wie betrachten Sie den Inhalt Ihrer Erfahrung? Gemischt

Gab es irgendwelche Drogen oder Medikamente, welche die Erfahrung beeinflussen hätten können? Nein

War die Erfahrung auf irgendeine Weis mit einem Traum vergleichbar? Auf eine Art. Die Stille, dieses „kein Gefühl haben“ für Temperatur, den Wind und den Schmerz.

Die Erfahrung beinhaltete: Außerkörperliche Erfahrung

Fühlten Sie sich von Ihrem Körper getrennt? Zu welchem Zeitpunkt während der Erfahrung erlebten Sie die höchste Ebene von Bewusstheit und Wachheit? Sehr wach und klar

Schien die Zeit sich zu beschleunigen oder zu verlangsamen? Nein

Schienen Sie Dinge zu bemerken, die sich an einem anderen Ort zutrugen? Alles in meiner Geschichte.

Gingen Sie in einen Tunnel hinein oder durch einen Tunnel hindurch? Nein

Begegneten Sie irgendwelchen (lebenden) oder verstorbenen Wesen, oder nahmen Sie sie wahr? Nein

Sahen Sie ein nicht irdisches Licht? Nein

Die Erfahrung beinhaltete: Landschaft oder Stadt

Schienen Sie in eine andere, nicht irdische Welt einzutreten? Nein

Welche Emotionen verspürten Sie während der Erfahrung? Verwunderung, Sorge und Schuldgefühle.

Die Erfahrung beinhaltete: Besonderes Wissen oder Zweck

Schienen Sie plötzlich alles zu verstehen? Nein

Erlebten Sie Szenen aus Ihrer Vergangenheit? Ich sah verlorene Dinge auf dem Dach. Die Ambulanz war von einer anderen Stadt und ich sah die Nummer von ihrem Dach.

Erlebten Sie Szenen aus der Zukunft? Nein

Erreichten Sie eine Begrenzung oder eine begrenzende physische Struktur? Nein

Kamen Sie an eine Grenze oder an einen Punkt ohne Wiederkehr? Ich kam an eine Barriere, die ich nicht überqueren durfte; oder wurde gegen meinen Willen zurückgeschickt. Ich hatte eine Art Schuldgefühl, daß ich entweder nicht die Szene ausspionieren solle oder ich werde in viele Schwierigkeiten mit meinen Eltern kommen, weil ich vom Auto niedergefahren wurde. Ich spürte, daß sie verrückt werden würden und ich mußte sagte, daß es mir leid tue.

Gott, Spiritualität und Religion:

Welche Religion hatten Sie vor Ihrer Erfahrung? Christlich

Welche Religion haben Sie jetzt? unsicher

Gab es Veränderungen in Ihren Überzeugungen und Werten wegen Ihrer Erfahrung? Ja, ich spüre, daß ich innerlich eine sehr emotionelle Person bin. Menschen, die mir nahe stehen würden sagen, daß ich total ruhig in stressigen Situationen bin.

Betreffend unser irdisches Leben außerhalb der Religion:

Die Veränderungen in Ihrem Leben seit Ihrer NTE waren wie folgt: verstärkte

Haben sich Ihre Beziehungen spezifisch verändert wegen Ihrer Erfahrung? Ich bin immer schon an Wissenschaft und Evolution interessiert gewesen, aber wurde in der Kirche erzogen. Ich war vor dem Unfall sehr aktiv in der Kirche. Unsere kleine Stadt war sehr ernsthaft, was Kirche und Sonntagsschule angeht. Mit so vielen Beweisen kann die Wissenschaft es schwer ignorieren, aber was mit mir geschah, kann die Wissenschaft überhaupt nicht unterstützen.

Nach der NTE:

Erlebten Sie eine Veränderung bei der Furcht vor dem Tod wegen Ihrer Erfahrung? Feelings about death

War die Erfahrung schwierig mit Worten auszudrücken? Nein

Haben Sie irgendwelche übersinnlichen, außergewöhnlichen oder anderen besonderen Gaben nach ihrer Erfahrung, die Sie vor Ihrer Erfahrung nicht hatten? Nein

Gibt es einen Teil oder mehrere Teile Ihrer Erfahrung, die für Sie besonders bedeutsam oder signifikant sind? Das Beste ist, daß ich eine kleine Vorschau auf etwas, das jenseits dieses Lebens liegt, bekam. Das Schlimmste ist, daß ich ein kleines Stück Hintern auf meinen Kopf genäht bekam, damit ich leben könne.

Hat irgendwann in Ihrem Leben irgendetwas je einen Teil der Erfahrung reproduziert? Nein

Gibt es irgendetwas Anderes betreffend Ihre Erfahrung, das Sie hinzufügen möchten? Ich erinnere mich an alle, und kann es immer noch, aber ich kann mich an nichts aus meiner Kindheit erinnern. Ich kann Leute auf Photos erkennen, aber kann dir nichts über den Tag sagen, an dem das Photo gemacht wurde.