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 Amy C Nahtoderlebnis


ERFAHRUNGSBERICHT:
 

Seit ich 17 war, hatte ich chronische Schmerzen gehabt, Ärzte bezeichneten es als Fibromyalgie (rheumatische Krankheit). Es war ein qualvolles Dasein, und es war schwierig zu Schlafen.

Zur Zeit der Erfahrung, und schon länger vorher, schlief ich nur 15 Minuten am Stück, danach musste ich mich bewegen und strecken im Bett, weil es zu schmerzhaft war, für längere Zeit still zu halten. Also war ich ständig müde.

Mein Arzt hatte eine Idee für ein Medikament, das nicht als typisches Schlafmittel verwendet wurde, welches aber den Nebeneffekt der Betäubung auf mich hätte haben können. Ich bemerkte, wann immer ich es nahm, sogar in kleinsten Mengen, dass meine Nase anschwoll und meine Atmung schwach wurde. Es war beängstigend und unbequem, aber die Linderung der Schmerzen trat ein, also war die Versuchung gross, es zu benützen. Ich informierte meinen Arzt, dass ich glaubte, eine allergische Reaktion auf das Medikament zu haben und er lachte nur und sagte, dass sich mein Körper nur „an dieses Medikament gewöhnen müsse“ und dass die eingenommene Dosis zu niedrig war, dass sie möglicherweise nichts verrichten konnte. Er riet mir, drei ganze Pillen einzunehmen. Ich hatte eine Hälfte der halben Pille eingenommen.

Eines Nachts, nach einer Woche qualvollen Schmerz es ohne Schlaf, zog ich die Verschreibung des Arztes von drei Pillen in Betracht und entschloss mich, alle einzunehmen und ihm zu vertrauen.

Ich ging zu Bett nachdem ich alle drei eingenommen hatte, und innerhalb weniger Minuten fühlte ich, dass ich begann, empfindungslos zu werden. Dann schwoll die Innenseite meiner Nasenlöcher an und ich konnte nicht mehr atmen. Ich konnte nicht mal mehr meinen Mund öffnen, ich rang um Luft, aber es ging nicht. Mein ganzer Körper fühlte sich mumifiziert an. Ich konnte nicht um Hilfe rufen, und es dauerte nur einige Minuten, dann war der Kampf vorbei. 

Da war ein starker Sog aus dem oberen Teil meines Kopfes (wie ein Vakuum) und ein absolutes Gefühl der Erleichterung. Da war es nicht mehr nötig zu atmen und kein Gefühl mehr von einem betäubenden Medikament. Ich hatte kein Gespür mehr für meinen eigenen Körper. Ich habe viel vergessen von diesem nächsten Teil, aber es schien so, als reiste ich sehr schnell. Dies war wie ein Leerraum für mich. 

Als nächstes, woran ich mich erinnere, war, dass ich durch eine Art Portal durchzog mit vielen anderen. Es fühlte sich an wie in einem Wartsaal. Da kamen viele herein und ich begann, sie beim hereinkommen zu beobachten. Ich sah eine Gruppe von etwa drei Teenagerjungen hereinkommen, die eine sehr widerliche Art und Weise hatten. Sie waren gross und schienen dumm zu sein und sogar etwas bedrohlich. Als ich sie näher betrachtete, war es mir, als wären sie durch einen Autounfall in betrunkenen Zustand gestorben. Eine andere Frau kam hinzu, welche so um die fünfzig war. Sie war eine richtige Quasseltante und schwatzte immerzu. Ich hörte ihr eine Minute zu und sie erzählte mir, wie sie stolz sei auf ihren „sexy Body“ und wie gut sie zu sich schaute in ihrem Leben. Wie GUT sie AUSSCHAUT. Sie fuhr fort und versuchte, mir ihren Körper zu zeigen. Ich stellte fest, dass sie eine falsche Hautfarbe hatte, entweder vom Solarium oder vom viel zu lange in der Sonne liegen. Ihr Haar hatte ein falsches blond und sogar ihr Busen schien Implantate zu haben, welches ich anscheinend wusste ohne gefragt zu haben. Es war mir, als wäre sie an Hautkrebs gestorben. Es schien, als wollte sie eine Menge über sich selber sprechen, es langweilte mich und ich bewegte mich fort. 

Viele Andere kamen hinzu. Dieser Raum oder  Bereich fühlte sich nicht besonders hell an für mich, und trotz der Tatsache, dass ich irgendwie die Information empfing, dass diese Leute tot waren, wollte ich es nicht wahr haben, dass sich alles so echt und natürlich anfühlte. So scheinbar lebendig. Nichts von schockierend und fremd. Ich war einfach sehr neugierig, worum es hier alles ging. 

Da war eine junge Frau, die zu mir kam. Sie hatte wunderschöne, fast grünliche Augen, und allerliebst schattierte rote Haare. Sie begann, mir über sich zu erzählen. Sie erzählte mir, dass sie gestorben war mit einem ähnlichen Gefühl wie Ertrinken, langsames Wegtreten mit Aufhören der Atmung. Und doch, ich war mir nicht sicher, ob sie tatsächlich ertrunken war. Während sie mir auf telepatische Weise über ihren Tod erzählte, erlebte ich auf einer gewissen Ebene, was sie fühlte. Ich war fähig, ihre eigene Erinnerung  parallel zu verkörpern. Sie begann mir Befehle zu geben, „Sagen sie ihnen dies...etc.“, „Sagen sie ihnen das...etc.“. Sie gab mir persönliche Informationen über sich selbst. Ich hatte keine Ahnung warum. Aber ich hörte höflich zu. Eines wünschte sie von mir: „Sagen sie ihnen, ich habe so gerne gesungen.“

Sie gab eine kurze improvisierte Kostprobe ihres Gesanges für alle unmittelbar um uns, und ich dachte mir, ihre Stimme sei wunderschön. Ich war auch beeindruckt, wie sie während ihrer Vorführung frei war, sich zu erheben und sich durch den Raum um sie herum zu bewegen ohne den Boden zu berühren. Es war anzuschauen wie ein Unterwasser-Tanz ohne Wasser. Ich weiss nicht, warum ich nicht mehr geschockt war, oder warum ich dies so gut akzeptierte. Mir war auch aufgefallen, wie bei einem bestimmten Teil von ihrem Gesang ihr wunderschönes rotes Haar LÄNGER zu wachsen begann! Ich fand es interessant, dass sie sich nach Belieben für längere Haare entscheiden konnte. Diese junge Frau (vielleicht um 19 oder 20 Jahre) erzählte mir auch, dass sie bedauerte, nicht „dort hängengeblieben“ zu sein. Wie auch: „wäre besser gewesen zu bleiben“ und ihre offenen Angelegenheiten abzuarbeiten. Aber sie sagte mir auch: „Erzählen sie ihnen wie frei ich mich jetzt fühle“. 

Ich muss pausieren und eine klare Mitteilung machen, dass jedes Wort, das ich von meinen NDE- Gesprächen darlege, ohne wirklich ausgesprochene Worte herüberkam. Es gab sehr wenige technisch präzise Worte. Was ich übertrage, ist, was zu mir „kam“ durch telepathische Kommunikation. Ich fühlte überhaupt nie, wie wenn ich etwas über das Gehör aufgenommen hätte. Die Leute schauten einander nur an. und oft sogar mit einigen Mundbewegungen, aber die Botschaften kamen so schnell herüber ohne verbalen Aufwand, und von innen her, eher als ausserhalb von einem selber. Also, wenn ich hier Gespräche zitiere, so lege ich das nächstliegende dar, von dem was üblicherweise telepatisch „gesprochen“ wurde. 

Ich erinnere mich, dass wir uns in einem viel grösseren und helleren Raum oder Bereich versammelt hatten, wo viele, viele Andere da waren. Alle waren so beschäftigt mit reden und einander kennenlernen. Es war ähnlich wie die Szene in einer Hochschul-Cafeteria. Die Leute schienen schnell andere Verwandte finden zu wollen oder sich einfach wohl zu fühlen, und es gab sogar kleine „Gruppen“, die sich bildeten. 

Nach einer bestimmten Zeit, bemerkte ich einen Mann, der sich in den Raum bewegte. Ich spürte etwas von ihm ausgehend. Er strahlte Sicherheit aus und balancierte sich zu mir hin. Ich merkte sofort, dass ich ihm vertrauen konnte. NOCH fiel es mir nicht ein, dass ich tot sein könnte. Und ich war mir nicht sicher, dass ich die Tatsache angenommen hätte, dass diese Menschen gestorben waren. Also bewegte ich mich auf diesen Mann zu (und ein anderer Hinweis: Bewegen hiess nicht wirklich zu Fuss gehen, nur die Absicht, zu wünschen GEHEN zu wollen) und näherte mich ihm mit der Frage: „Wer sind sie?“ Er schaute mich an und ich realisierte, dass er eine Art Lehrer oder Führer war für diese Gruppe. Er erklärte, dass er starb bei einem LKW-Unfall. Er war von Beruf Lastwagenchauffeur. Er war ein Latino-Typ. Er sagte mir, er wäre kein perfekter Mensch gewesen, aber er war meisterhaft in der Demut. Ich weiss, es tönt ironisch, aber als ich bei ihm war, konnte ich wirklich wahrnehmen, dass er nicht die Spur eines Selbst-Bezugs an sich hatte, oder wie wir sagen würden, „eingenommen von sich selbst“. Er erklärte, dass er gekommen sei, die Bedeutung der Demut dieser Menschengruppe beizubringen, weil sie so selbstbezogen in ihrem Leben waren, sie waren unfähig, lebenswichtige Lektionen zu lernen und hatten ihr eigenes Leben abgebrochen. Er schien mir zu erzählen, dass diese Leute auf die eine oder andere Art Selbstmord begangen hatten. 

Es wunderte mich, nichts bemerkt zu haben von jemandem in diesem Raum, der sich erhängt, eine Überdosis Drogen eingenommen, sich erschossen oder sich ähnliche Dinge angetan hätte. Ich war etwas verwirrt, bei wem von diesen Menschen der Begriff „Selbstmord“ zutreffen konnte.  

Aber ich kam zur Einsicht, dass nachlässiges Missachten des Lebens, dass offenkundige und selbstsüchtige Risiken, die man sich antut, Beteiligung an Drogenkonsum, betrunkenes Fahren, oder jegliche Art von Taten, die wesentlich zum eigenen Ableben führen können, als „Selbstmord“ in Betracht gezogen wurden, zumindest dort wo ich war. Wenn sich ein Mensch sein eigenes Leben aus Verzweiflung nimmt, durch emotionale oder psychische Unausgeglichenheiten hindurch muss, körperliche Qual, schwere Depression erleidet, ist es sehr ähnlich wie wenn ein sehr alter Mensch lebensmüde ist, „sich aufgeben“ WILL, einfach aufhört zu essen und zu atmen, etc... Solches wird sozusagen nicht bestraft, auf der anderen Seite. Es ist EIN UNTERSCHIED. Es ist nur der menschliche Teil, bereit, sich aus dem Lebenszyklus auszuschalten. 

Der Lehrer fuhr fort, mehr Informationen zu liefern. Er erklärte, dass das eigene Leben abbrechen für diese Leute bedeutet, einen Rest Zeit zu haben, aber das zu lernen, was dringend zu Lernen ist, würde schwierig werden. Ich begann zu verstehen, dass, je mehr sie gelehrt und ihnen eingegeben wurde an guten und hilfreichen Informationen, selbst wenn sie „mit ganzem Herzen“ einverstanden waren womit sie gelehrt wurden, oder was sie noch zu lernen brauchten, dass das Lernen ohne Körper wie das Lernen einer Drogenabhängigkeit ist ohne die Gelegenheit, Drogen einnehmen zu können. Oder wie seinen eigenen Feind lieben zu lernen ohne Feinde zu haben. Er erklärte, wie er es als notwendig erachtet, diese Gruppe Menschen zu lehren, wie lebenswichtig es ist, sich selber loslassen zu können. Ihre Besessenheit von sich selber aufzugeben. Wie sie an Ort treten werden in allen Fortschritten, falls sie ihre Fesseln nicht loslassen von ihrer fixen Idee der Eigenliebe. Er hatte ihnen die Wichtigkeit der Bescheidenheit beizubringen. Jedoch, er schüttelte fein lächelnd seinen Kopf, deutete an, dass er ihnen noch immer sehr wenig helfen konnte, mangels ihrer Körper. Seine Hoffnung war, mehr Leidenschaft zu vermitteln für das, was er zu unterrichten hatte, stark genug um einen Funken Licht zu hinterlassen während ihres Aufenthaltes. 

Als mir dieser besondere Lehrer die Informationen übermittelte, so seltsam es klingen mag, überkam mich ein Ruck mit plötzlichem Schrecken. „Bitte sage mir: wer sind diese Leute?“ Er verdeutlichte mir, telepatisch, „Sie SIND GESTORBEN. SIE SIND TOT.“ Ich fragte ihn rundweg, „wenn diese Menschen tot sind, was bin dann ich?!“

Ich weiss nicht, warum es so lange gedauert hatte, bis ich diese Tatsache begriff. Er klärte mich sanft auf: „Sie sind nicht tot. Sie sind dazwischen. Sie sind wie in einem Koma. Sie gehören nicht dazu.“ 

Mit diesen Worten begann ich: „ich muss demnach hier raus!“ Als ich mich auf die Ecke des Raumes zu bewegte, mindestens einige der betrunkenen, dummen Jungs stürzten auf mich zu mit Worten wie: “sie lebt noch, rühr sie an!“ Es war sehr gruselig. Sie grabschten tatsächlich an mir herum und versuchten, mich zurück zu ihnen zu zerren. Sie versuchten, mich sexuell zu belästigen. Es war Horror. 

So glaube ich zu wissen, dass einige der Verstorbenen, wenn nicht sogar alle, immer noch irdische oder weltliche Begierden haben. 

Zurückschauend auf diesen Teil meiner Erfahrung, war ich verblüfft wie irdisch, wie tierisch sogar Menschen sein können im Jenseits. Man könnte erwarten, dass beim Betreten des Todes-Tores, die plötzliche Erleuchtung eintreten müsste, dass vielleicht jedermann absolute Güte an sich ziehen und das Licht und einen Neuanfang wählen würde, möglicherweise engelhafter und gereinigter werden. Aber an diesem Ort kam jeder genau so rüber wie er vorher war. 

Es interessierte mich auch, was es mit der Religion auf sich hatte während ich dort war. Und ich erhielt sofort die Ansicht, dass dies nicht von Bedeutung war. Dass einem die Religion, egal ob beigetreten oder nicht beigetreten auf Erden, immer im Herzen eingraviert steht. Es gilt WER die Person war, nicht welches Label sie trug, oder wen oder was  sie angebetet hatte oder daran glaubte. Deine eigene Frequenz, der Ton, die mathematische Gleichung und Schwingungen sagt alles, und du kannst nicht daran herumbasteln. Du BIST wer du bist. Ich lernte, dass wir hier sind um zu lernen wie man liebt, die Göttliche Liebe. Und Meister zu werden über uns selber. Unsere niedere Natur abzulegen und über uns selbst hinauszuwachsen zu unserem höheren Selbst. Wir arbeiten alle wieder in Richtung Einheit.  

Als ich diesen anfänglichen Ort verliess, begann ich mich schnell zu bewegen, und ich fühlte mich sicher und aufgehoben. Ich fühlte mich eingehüllt in Liebe. Da war jemand mir zugeneigt und ich schien in absolutem Frieden mit dieser Person zu sein. Da kam so viel Licht aus dem Angesicht jener Person, ich konnte kaum alle Gesichtszüge im Detail sehen, aber mich schwach an sanft welliges dunkles Haar erinnern. Und ich glaubte, dieser Führer war männlich. Aber trotzdem, spürte ich ein sehr mütterliches Gefühl aus ihm heraus. Er wirkte wie eine Mutter auf mich. Deshalb zögere ich, ihm ein Geschlecht zuzuordnen. Ich bin nicht so bewandert mit dieser Angelegenheit. Ich werde diesen Führer weiterhin als männlich einstufen, um die Dinge  einfacher zu machen zum Aufschreiben. Falls ich seinen Namen gewusst haben sollte solange ich bei ihm war, wurde er mir wieder genommen beim Zurückkehren in meinen Körper, da ich mich nicht mehr daran erinnern kann. (Ich war nicht überrascht gewesen, feststellen zu müssen, dass manche Erinnerung weggefegt war, was die persönlichen Details meines Führers betraf, weil sogar meine schwachen Erinnerungen für mich schmerzhaft waren und mich quälten beim daran denken. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Es würde mein Dasein hier so viel schwieriger machen). 

Wir reisten weiter nach oben, nehme ich an. Meine eigene Bewegung veränderte sich. Es war eine grosse Veränderung der Frequenz. Wie wenn ich auf einen anderen Radiosender umgestellt hätte auf einer grossmächtigen Skala. Ich war im Universum. Und ich war in einer Art Show. Als wohnte ich einer Astronomie- Lehrer- Vorlesung bei, in der Pracht des Universums unter den Sternen liegend bei Nacht. Aber ich war draussen mitten unter ihnen. Dieser Teil scheint für mich benebelt worden zu sein seit meiner Rückkehr, aber ich erinnere mich vage, dass ich während dieser Szene wie holografische Schriftzüge und Nummern im Vordergrund hinter den Sternen sah. Und es fühlte sich an, wie wenn ich mit Informationen beladen worden wäre. Ich fühlte während dieser Zeit, dass ich ALLES verstand. Dass ich die volle Wahrheit der Gesetze und der Ordnungen des Universums fühlte. Ein Ding, wo ich stehengeblieben bin, war die wunderbare MATHEMATIK des Universums. Ich begreife allmählich, dass dies die höchste und vollkommenste Art der MATHEMATIK war, die überhaupt existiert. Ich erinnere mich, dass Albert Einstein etwas darüber geschrieben hatte. Ich war so aufgeregt! Es war solch eine angenehme Erfahrung. Auch eine Art Uhr wurde mir gezeigt im Himmel.  Wie die Sterne selbst eigentlich eine Art Plan einhalten oder einen mathematischen Schlüssel zu allem, was ist! „Du bist in den Sternen geschrieben“ wurde mir gesagt! ALLES ist so. Ich erinnere mich, wie spannend dieser Teil meiner NDE für mich war! 

Es wurde mir auch gesagt, dass diese Karte in den Sternen.. die verborgenen Schlüssel, schon vor langer Zeit bekannt waren, und dass diese Dinge schwer beschädigt, in den meisten Fällen zu einem schlechten Zweck für unseren Planeten umgewandelt wurden. 

In meinem bisherigen Leben war ich verwirrt und bestürzt in meinem Glauben an „Mangel an Ordnung“. Wenn ich Leid sah, was ich dafür hielt, „Überflüssiges“ oder Traurigkeit,  oder alles und jedes was keinen Sinn ergab, hatte es mich geschüttelt mit einem quälenden Eindruck von „Chaos“. Ich war baff, dass der Gott, an den ich so innig glaubte, und gelehrt wurde zu vertrauen, nicht besser wäre, als was ich in meinem Alltagsleben zu erblicken vermochte. Es riss an meiner Seele und ich betete täglich und manchmal stundenlang, um eine Antwort ringend, er möge eine Art Abrechnung bescheren.  

Ich wurde in meinem Leben gelehrt, dass wir nur EIN Leben hätten in unseren Erdentagen (ich hatte nie über Reinkarnation nachgedacht), und dass einige Menschen unglaublichen Luxus erhalten und Wunder erleben, die man sich kaum vorstellen kann, und andere wiederum „geprüft“ werden nach ihrem „tapferen Geist“ und sich abplagen müssen in furchtbarem Elend um „ihre Stärke zu beweisen“ während wieder andere wie kleine Kinder auf der ganzen Welt, nur geboren werden, um an Hunger und Krankheit leiden zu müssen, Vergewaltigung, Verstümmelung, sogar an jahrelanger Folter leiden, nur um zu sterben und danach „die gerechte Belohnung zu erhalten“.  

Dies hatte für mich nicht viel mit „Prüfung“ zu tun. Es schien verrückt zu sein. Ich sah keine Logik dahinter. Wenn ich religiöse Führer um Antworten bat, bekam ich zur Antwort: „manches mal lässt Gott böse Menschen die guten Menschen quälen, damit ER die Bösen für ihre Taten bestrafen kann.., sonst, könnte ER sie nicht bestrafen für irgend etwas“. Das ganze System schien für mich krank zu sein. Diese Meinung konnte ich nicht vollständig akzeptieren. 

Bei meinen NDE- Überlegungen kam ich zum Schluss, dass die meisten von uns viel, VIEL länger gelebt haben als wir je ergründen können. Dass unser Leben, das uns so sehr lang vorkommt, unendlich kurz ist im Vergleich zum Gesamtbild... das für diese Angelegenheit nicht eingerahmt werden kann. Es wurde mir gezeigt, dass jedes einzelne Individuum durch seinen freien Willen Lebenspfade wählt, welche MATHEMATISCH genau zu den Umständen führt, für die nächste Existenz oder das nächste Leben. Dass überhaupt NICHTS von alledem dem Zufall oder Chaos überlassen ist. Dass jeder einzelne Aspekt von unserem Leben geregelt ist durch NATÜRLICHE Gesetze, in die wir uns SELBST hineinbegeben! So im Sinne von: Erschaffen unserer eigenen Welt. 

Es wurde mir gezeigt, dass man niemals voraussetzen kann, dass jemand ein Leben voller Leiden lebt aufgrund von „Übeltaten“. Manche müssen ein entbehrungsreiches Leben WÄHLEN infolgedessen, was in ihrem Inneren erweckt wird oder auch um anderen eine Hilfe sein zu können, etc. 

Wir dürfen NIEMALS annehmen, dass wir richtig einschätzen, warum jedes Wesen das Leben lebt, das es lebt. Ich kann die Erleichterung nicht beschreiben... wie erfrischender, friedevoller Balsam diese Erkenntnis für mich war. Schlussendlich diese Wahrheit ernten, nach der ich mich Zeit meines Lebens gesehnt hatte... Dies alles IST GUT! Dass Sinn und Schönheit überall IST. Dass niemand je im „freien Fall“ leben muss, wie es für mich vorher zu sein schien! Dass Gott nicht einfach spielt mit uns wie es ihm beliebt, mit wahllosen Ideen von Prüfungen, einschliesslich Belohnungen und Bestrafungen, welche gerade von seiner jeweiligen Laune oder dem Gemütszustand abhängen. 

Während dieser Erfahrung, draussen in den Weiten der Sterne und Planeten, Monde und erweitertem Bewusstsein, erfuhr ich komplettes Vertrauen wie ich es beim ersten Mal empfunden hatte. Das bedeutete Seligkeit für mich. Ich hatte in Angst und Misstrauen und Panik gelebt in den 30 aufeinanderfolgenden Jahren. 

Ich möchte hinzufügen, dass ich jedes Mal eine mentale Blockade hatte, wenn es ums Rechnen ging. Sogar die einfachste Rechenaufgabe, beginnend mit gerade mal 6 Jahren, war für mich schwierig zu lösen. Ich fiel jedes Mal um, wenn ich irgendetwas mit Zahlen zu tun hatte. Anders in meiner NDE, als mir eine enorme Aufreihung von prächtig glänzenden mathematischen Gleichungen und Rechungen gezeigt wurden... und sichtbar gemachte Zahlenpracht. Ich war überglücklich über meine eigene Fähigkeit, alles gründlich verstehen zu können. Unglücklicherweise, nach meiner Rückkehr, musste ich entmutigt feststellen, dass ich nichts wiedergeben und mitbringen konnte von der überwältigenden Menge Mathematikverständnis und Erkenntnis, daran mir so viel lag, es teilen zu können mit den anderen. Ich liebte, und liebe immer noch, Zahlen. Das war ein Riesenschritt nach vorne! 

Ich wurde auch vor die Erscheinung eines lebendigen Bildes unseres Planeten gebracht. Während des Anschauens sah ich ein Schriftzug darüber. Ich glaube, es war etwas Ähnliches wie „Novate“ oder „Novata“ oder „Novato“. Eines von diesen Dreien. Danach schien sich der Planet zu öffnen, wie ein Augenlid, das sich langsam erwachend blinzelte in der Morgendämmerung. Es sah aus wie ein sich öffnendes Auge. Da war eine sanfte weibliche Stimme, die die Wochentage in einer anderen Sprache aussprach, und dann sagte: „Sich für den siebten Tag vorbereiten“. Dann sah ich eine ulkige Darstellung eines Klaviers. 

Als Nächstes erinnere ich mich an die schnelle Reise über die Erde. Es fühlte sich übernatürlich an. Am ehesten hatte ich das Gefühl, einen Film gezeigt zu bekommen. Und dann erschien mir  der Film lebensecht. Wie das Fliegen im Panoramafilm über eine Live-Szene auf Erden. Ich glaube, die haben einen Streifen wie diesen im Disneyland. 

Ich habe viel vergessen von dem was ich sah, aber ich hielt mich an die Hauptidee wovon ich erzählte beim über die Erde schweben. Oder besser; beim Film anschauen über die Erde... Da waren überall Getreidefelder. Als ich mich nähern wollte, zum Beispiel zu einem Weizenfeld, wurde mir gesagt: „dies ist vergiftet. Diese Nahrung wurde verändert und vergiftet. Sie ist nicht mehr rein. Die Menschen konsumieren verunreinigtes  Essen. Das bedeutet Tod.“ Ich fühlte mich traurig und betroffen darüber und fragte mich warum... oder besser, wie war das möglich, wie konnte ein Weizen- oder Kornfeld „vergiftet“ sein... und WARUM?! Man erklärte mir, die Menschheit müsse zurückkehren zur Natur der Erde, ansonsten der Tod erfolgen würde überall. Immer und immer wiederholte sich diese Aussage während der Szene „Zurück zur Natur“. Mir wurde gesagt, dass ich nach der Rückkehr zur Erde auf rein gebliebene Nahrung achten solle, unverfälscht.. und nur das essen was „sauber“ ist, aber ich lehnte diesen Gedanken etwas ab, weil ich nicht die Absicht hatte, zurückzukehren. 

Mein Führer stand mir eine gewisse Zeit zur Seite (es ist sehr schwierig für mich, eine zeitliche Abfolge zu wiedergeben, da Zeit anders war dort drüben. Es war fast, als ob manche Dinge aufs Mal passierten und dann doch wieder separat. Da gibt es Sequenzen von meiner Erfahrung, die kann ich, ehrlich gesagt, nicht einordnen) und er stand mir liebevoll als Unterstützung bei, während ich eine Art Lebensrückschau durchlief. Ich fühlte mich nie gezüchtigt, obwohl ich wusste, dass ich zeitweise grausam sein konnte und einige Leute verletzt hatte. Ich bekam schreckliche Wutanfälle und ich hatte grosse Schwierigkeiten, vergeben zu können, und jetzt, fühle ich nur noch Liebe und Verständnis unter dieser Lebensrückschau. Was sich in mir anfühlte war, dass mir die Möglichkeit und das Geschenk gegeben wurde, fähig sein zu können, mich zurückzuhalten, mehr volles Verständnis zu haben und mich selber zu lieben. Ich war befähigt zu spüren, was andere um mich herum empfanden während meines Lebens. Ich verstand, wie alles, was ich tat und sagte und sogar dachte, andere berührte um mich herum, auf diese oder jene Weise. Ich war sogar befähigt, in die Gedächtnisse und in die Gefühlsebenen vieler um mich herum einzutreten, und verstand, woher sie kamen, durch ihre eigenen Gedanken... wie ihre eigenen persönlichen Ansichten und Lebenserfahrungen sie auf den Stand gebracht hatten, wo sie jetzt sind. Ich spürte ihre eigenen Kämpfe und Ängste... ihre eigene hoffnungslose Anerkennungs- und Liebesbedürftigkeit, und noch vieles mehr. Ich konnte spüren, wie kindlich jedermann war. Bei jeder Person, die ich besah, inklusive mich selbst, war ich fähig, mit erweitertem Bewusstsein in sie zu sehen und hinein zu fühlen. Und das Empfinden, das ich gegenüber jedem hatte, war nicht weniger als das einer liebenden Mutter gegenüber ihren eigenen Kindern im Kleinkindalter. 

Es war tatsächlich manchmal komisch. Ich konnte empfinden wie ein „Weiser“, wenn ich`s mal so nennen darf (das sind jene, die Helfer sind auf der anderen Seite.. die sich auf höhere Stufen gearbeitet haben, auf einigen oder allen Ebenen, und uns helfen, es auch zu schaffen), der uns betrachtend so viel Spassiges entdeckt  in der Art und Weise, wie wir Dinge anpacken. Es muss brutal ärgerlich sein, festzustellen, dass wir mitten in einer grossen Auseinandersetzung sind oder in einem Drama, das sich in unserem Leben abspielt, dass die Weisen diese Dinge sehr oft ansehen müssen, wie wenn eine Mutter ihren kreischenden und schreienden Zweijährigen sieht , der einem anderen mit dem Kuscheltier auf den Kopf schlägt. Die Mutter wünscht ja nicht, dass ihr Kind „aus dem Rahmen fällt“ und hysterisch rumschreit. Sie fühlt mit ihrem Kind, aber gleichzeitig sieht sie doch auch ein wenig Theater hinter einem gewöhnlich recht belanglosen Auslöser und dem übertriebenen Gebaren ihres Kindes. Sie liebt ihr Kind weiterhin, wünscht sich das Beste, hoffend, es wird weiterhin den Tag geniessen, lebendig und gelehrig sein.  

Dies war ein grosses Aha-Erlebnis für mich, denn ich habe, zeit meines Lebens die düstere Idee gepflegt, dass jede noch so kleine Unzulänglichkeit anstelle meines perfekten Verhaltens, angeschaut würde „von Gott“ und gerichtet mit Zorn oder grosser Traurigkeit. Ich fühlte mich konstant schuldig für meine Fehler und gelähmt vor Schreck wegen dem „überwacht werden“ mit Strenge oder mindestens mit finsterem Blick. Ich wünschte zu gefallen, doch ich glaubte, öfters durchgefallen zu sein. Das war ein Leben zum wahnsinnig werden. Diese Chance erhalten zu haben, andere aus einer höheren Frequenz zu betrachten, war schlicht wundervoll. Und die Gewissheit zu haben, so viel Liebe spürend, indem ich andere sah und erfühlte in ihren persönlichen Situationen, liess mich ein freudevolleres Leben anstreben, eher als eines mit Schuldgefühlen und Sorgen. Niemand war sauer auf mich. 

Ich war imstande, die Gedanken oder das energetische Muster von einer erklärten Feindin zu spüren, von der ich mir nicht vorstellen konnte, ihr je verzeihen zu können für das was ich erlitt. Und jetzt, zurück aus meiner NDE, konnte ich nichts anderes mehr als eine Flut der Liebe dieser Frau entgegenbringen, die günstige Gelegenheit packen, ihr einen Brief zu schreiben und ihr zu offenbaren, dass ich ihr Liebe entgegenbringen möchte, und sie um Vergebung zu bitten für das energische Entgegenhalten von meinen eigenen dunklen Gedanken und meinem Zorn. Sie hätte meine Erstgeborene sein können. Deshalb verehrte ich sie seitdem. Weil ich fähig war, die göttliche Liebe für sie zu empfinden, dass das Wesen Gottes auf ihr ist, so konnte ich nicht anders, als sie auf ähnliche Weise lieben. Es war ein überraschend wunderbares Gefühl, auf die Last meiner eigenen Wut und des Verurteilens verzichten zu können - auf vieles von dem, was ich eben so mit mir herum getragen hatte, gewiss die meisten Jahre meines Lebens. 

Überblickend möchte ich anfügen, dass ich einen höheren Teil in mir fühlte, der Mitleid hatte mit meinem ICH, das so ignorierend und kindisch war. Es schien zu verstehen, womit ich zu schaffen hatte, bis ins Detail, und es wollte nur meine Freude. Ich empfand gegenüber meinem SELBST, dass es Sinn machte. Ich wünschte, mein niederes Selbst sei erwacht und mit Liebe und Freude angefüllt. Ich möchte für mein niederes, kindliches Selbst, dass es freundlicher sein wird, bewusster ist und den Frieden finden wird. 

Ich bin auf ewig dankbar für meine Lebensrückschau und was ich daraus lernte. 

Ich hatte keine sichtbare Erfahrung gemacht mit „Gott“ als „alter Mann im langen weissen Gewand, auf dem Thron sitzend“, obwohl dies das berühmteste Bild war in meinem Kopf, früher. In der NDE war „Gott“ das Haupt, oder anders gesagt, „Das Gesetz“ aller Dinge. „Gott“ fühlte sich an wie die höchste Schwingung und Frequenz, dies bedeutete mehr GEISTIGE ESSENZ für mich, als ein weiser alter Mann. Er war überall und in allem. Und „Gott“ fühlte sich für mich nicht mehr männlich an. Ich empfand keine Geschlechtlichkeit, falls es die je gab. Die Idee einer solchen scheint albern zu sein im Jenseits. Gott beinhaltete einfach alles was schön und friedevoll und eins ist, und Gott ist das alles. Und alles FÜHLTE sich so gut an für mich dort.

In der Tat, ich kam zurück mit der Erkenntnis, dass trotzdem was als „gut“ oder „böse“ erschien vorher... es jetzt zusammengefasst wurde, um einfach nur „GUT“ zu sein.  

Weil ich nun vertraute und wusste, dass jedes Ding am richtigen Platz war... gerade wenn Leute Entscheidungen fällten, womit ich selber nicht einverstanden war, fühlte ich doch, dass im Gesamtbild ALLES einfach „gut“ war. Ich besass dieses Wissen so gut, wie das Vorhandensein eines Funkens oder eines Wesens des Höchsten (das ich auf „Gott“ beziehe) in ALLEN Dingen. In jedem Gestein, jeder Pflanze, jedem Tier und Menschen und darüber hinaus... Ich wusste einfach, dass der Höchste sich darum kümmert, jedes Ding seiner Schöpfung zu erweitern und zu erschaffen und wachsen und aufleben zu lassen.  

Ich verlor das Begehren, alles im Leben analysieren zu wollen, was ich aus religiöser Sicht vorher tat, beispielsweise, jede Kleinigkeit in „gut“ oder“ böse“ einzuteilen. Es geht mich gar nichts an (es steht mir nicht zu). Wir alle sollen einfach bewusst das Leben erfahren und lernen, wie man richtig liebt, schöpferisch tätig ist und das Höchste anstrebt. Ich weiss nun, wie ich mich richtig entscheide und mehr Vertrauen habe. Dass, wenn etwas als ungerecht oder unausgewogen empfunden wird, zu tun was ich kann in Richtung Harmonie, aber sich nicht zu sorgen, was ich nicht unter Kontrolle bekommen kann. Ich weiss, dass irgendwann, auch ohne Übernahme unserer Kontrolle, das Universum so voller Ordnung ist, dass es immer einen Weg findet, alles ins Gleichgewicht zu bringen, denn das Universum kann nicht existieren ohne perfekte Harmonie. Und es wird weiter bestehen. 

Ich konnte das allumfassende Monster des Elends nie verstehen, dass die „Zwiespältigkeit“ meiner Denkweise in mein Leben gehörte, bis zum Zeitpunkt meiner NDE. Wenn jemand auf mich zugekommen wäre bevor ich die NDE gehabt hatte, und mich gefragt hätte, ob meine „zwiespältige“ Denkweise nicht etwas ermüdend und beelendend wäre für mich, hätte das mich äusserst verwirrt und unfähig gemacht, mich dieses Zustandes bewusst zu sein oder überhaupt einzusehen. Ich war mir nie bewusst, dass mein Kopf immer versuchte, alle Dinge, auf die ich stiess, auf die eine oder andere Art und Weise etikettieren und richten zu müssen. Sogar auf diese Weise dachte ich zum Beispiel: „Sie ist die Netteste“ oder „er ist dies oder das...“ oder „dieser Hinterhof ist der Schönste, etc.“. Ich war es, die urteilte darüber, was besser war als das andere: Zwiespältigkeit. 

Seit ich von der NDE zurück bin, finde ich, dass in meinem irdischen Körper und Geist diese Tendenz gelegentlich wieder aufkommt, aber nicht so oft, und ich bin mir sehr viel bewusster,  wenn ich es tue. Es berührt mich nicht mehr. Ich habe es nicht mehr nötig. 

Ich war fähig, rund um die Erde zu schweben und verschiedene Kontinente zu erspüren, Länder, Rassen, sogar kleinere Staaten, Städte und Menschen! Jeder besass seine eigene persönliche Schwingung und energetische Muster. Ich lernte, wie jedes von uns aus so vielen UNTERSCHIEDLICHEN und mannigfaltigen Ebenen von energiegeladener Einwirkung besteht. Dies faszinierte mich! Jedes Volk, jedes Land, sogar ein Staat, jede Familie, ist auf eine Art ein einziger Organismus. Verbunden zu allem, aber mit dem Einfluss der ganz eigenen und sehr wichtigen Bestimmung. Jedes ist heilig und unerlässlich. 

In Begleitung meines Führers wurden mir manche Planeten und auch einige Monde gezeigt. Ich sah ein Planet oder Mond, der erschien teilweise überspült mit WASSER! Es gibt keine Worte zum Beschreiben dieser  wunderschönen Kulisse. Die Farben waren so lebhaft und reichhaltig. Am besten gefielen mir die Farbschattierungen in Blau, die ich sehen konnte. Zum Schluss hielt die Erde an vor mir… oder vielmehr; wir hielten an vor ihr! Es war sagenhaft! Es war eine fliessende Murmel, mit Farben überschwemmt. Ich war verzückt vor Ehrfurcht. 

Als ich suchend über den Planeten schaute, bat mich mein Führer, wieder zurück zu kehren, von wo ich her kam. Zurück zu kehren. Er sagte, dass er hier sein werde, wartend. Dabei wendete ich mich zu ihm und verspürte etwas, das ich nicht in blosse Worte kleiden kann. Als ich seine Absicht vernahm, dass ich zurückkehren sollte, war es mir, wie wenn meine eigene perfekte Mutter von mir ginge um mich zu verlassen, gerade wie ein Kleinkind, mitten in einem fremden Land,  mich im Stich lassend. Es war so unverhofft. Es schien etwas in mir drin zu zerren und entzwei zu brechen. 

Ich fühlte, wie mir übel wurde, ich nach vorne fiel und zusammenklappte. Die Qual der Gefühle war so schwer, dass ich sogar kaum zu schreien vermochte. Es war als wenn der Schrei in mir drin explodierte und ich fühlte mich in Stücke zerteilt, wie Glas, das auf dem Boden zu Scherben zerspringt. Ich hörte mich stöhnen, obwohl ich nicht attackiert wurde. Ich heulte einfach los wie eine schwer beladene Regenwolke, die sich entladen musste und zu einem rauschenden Wasserfall wurde.

Ich weilte an einem Ort wo ich nie war vorher. Es fühlte sich buchstäblich an, als wenn jedes Organ und jede Zelle, die im Geiste war, zerborsten wäre in seelischer Pein. Jede Faser von mir schrie auf. Alles, was ich telepathischerweise aus mir herauspressen konnte, war: „Neeiiiin!!!!!!“ 

Ich kann halt einfach nie durch diesen Abschnitt meiner NDE hindurchgehen, ohne weinen zu müssen und ein beklemmendes Gefühl in der Brust zu haben. 

Ihn verlassen zu müssen war die schlimmste Version aller Möglichkeiten. Ich fühlte mich als die allereinzige tote Person, die es geben kann. Getrennt sein. Ausgegrenzt von meinem ein und alles. Die Verlassenheit, die ich fühlte war unerträglich. Es war einfach als wäre mein Herz versengt. 

Er kam näher zu mir und ich war getröstet, und er ermutigte mich auf ruhige Art, stark zu sein. Er forderte mich auf, nach links zu schauen. Als ich das tat, sah ich ein Schulbus anhalten in einiger Distanz. Ein kleines Kind wurde begleitet und zu mir gebracht. Ich erkannte meine eigene Tochter, die zurzeit erst vier Jahre alt war. Sie wurde in ihrem Schlaf angefragt, ob sie mir geistigerweise helfen komme.

Sie kam zu mir herüber, tippte mich leicht an und sagte ganz süss mit  ermutigender Stimme: „Aber Mamma? Wer kümmert sich denn um uns?“  

Liebe im Jenseits, wenigstens nach meiner Erfahrung, ist so viel grösser, so viel vollkommener. Und man ist viel ehrlicher in seiner Liebe. Man kann niemanden abweisen, der in Not ist. Zumindest war das meine Erkenntnis. Und da gab es keinen Ausweg, die Bitte meiner Tochter abzuschlagen. Ohne zu zögern antwortete ich: „Oh Schätzchen, ich komme natürlich“. Meine Tochter wurde dann wieder zum Bus zurück begleitet. 

Mein Führer lächelte wissend und erinnerte mich, dass er mich nicht drängen wolle, zurückzukehren. Ich schaute zu ihm und zurück zum Erdenplanet, fühlte mich so fürchterlich, immer noch nicht bereit, zu gehen und mich von ihm zu trennen. Der Trennungsschmerz verzehrte mich einfach noch immer. Ich weinte und erklärte ihm, dass ich mir nicht so sicher bin, ob ich das wirklich könne. 

So sagte er: „Schau mal auf die rechte Seite.“ Ich schaute nach rechts und erblickte eine holografische Gestalt. Es war meine Mutter. Es war ein Anblick von ihr, wie sie in der Zukunft aussehen wird, und sie schien müde und hilfsbedürftig. Ich will hier nicht ins Detail gehen, weil ich ihre Privatsphäre respektieren möchte, aber ich fühlte mich selber angezogen von diesem Zukunftsbild mit dem Wunsch, es irgendwie in helfender Weise zu berühren, obgleich es sich nicht in Wirklichkeit ereignete. Es fühlte sich wirklich an für mich, und ich stellte fest, dass ich mich niederzubeugen schien, als wäre ich Gärtnerin, um welkes Laub abzuschneiden. 

Das Hologramm blendete sich aus und mein Führer sagte: „Du siehst? Es ist Zeit. Du möchtest gerne gehen.“ Ich wusste ja, dass ich gehen sollte, aber immer noch hatte ich Angst, meine Rückkehr vorausahnend, und diesen EINEN verlierend. Ich heulte auf: “Bitte! Ich kann nicht ohne dich sein!“ 

Dann war da eine Pause und er antwortete: „Sehr gut.“ Plötzlich spürte ich, wir waren zusammen. Wir waren eins. Ich fühlte mich aufgehoben und ruhig. Er stupste mich heimlich an: „Strecke deinen Finger aus. Berühre die Erde.“ Dies mag fremd erscheinen, aber ich lehnte mich nach vorne und sah, in geistiger Form, meinen eigenen Finger, nach vorwärts reichend, eintauchend in das Energiefeld des Planeten. Ich fühlte dann einen elektrischen Impuls aus der Fingerspitze austreten und sich fortbewegen. Dies war ein unglaublich eindrucksvolles Sinnesempfinden. Wie beim Ritt auf einem Rodelschlitten schleuderte es mich vorwärts. 

Dann war ich zurück zu Hause in meinem dunklen Schlafzimmer. Aber ich merkte, ich war nicht  verbunden mit meinem Leib. Mein Mann musste ins Bett gekommen sein, weil er tief schlafend hier lag. Ich konnte ihn sehen, und mich. Ich näherte mich meinem Körper und versuchte, einzudringen. Ich versuchte, ihn zu wecken. Es ging nicht. Ich bekam Panik. Ich hatte nicht die geringste Sinnesempfindung von meinem Körper. Ich drückte meinen Mann, damit er erwacht, rief seinen Namen, aber meine Stimme war nicht da. Ich fuhr fort, meinen Körper von der Innenseite her zu bewegen und ohne Atmung oder Leben zu spüren, fing ich an, nach Hilfe zu rufen. Ich schrie. Dann fühlte ich meinen Führer bei mir. Ich hörte ihn sagen: „Du musst dich selber immer und immer wieder anstossen durch den Halsbereich. Dies wird ein Energieschub auslösen und er wird dich hören. Du musst ihm beibringen, dich so zu bewegen, dass du zu dir findest.“ Ich konnte nicht verstehen, wie das gehen sollte, aber ich begann, mich ohne Unterlass auf meinen Hals loszustürzen, und dann, hörte ich ein Geräusch aus meinem Mund kommend, als er sich auftat. Es tönte eher wie eine krächzende Türe, die langsam geöffnet wird. Wie ein tiefes froschähnliches Gequake, das sich gerade mal ausstossen konnte. 

Mein Mann hörte es, erwachte und fragte: „Amy? Was ist? Was ist los?“ Ich konnte nicht antworten. Ich versuchte zu schreien und zu rufen nach ihm, aber es ging nicht. Er lehnte sich herüber und ich sah ihn, wie er mich schüttelte. Ich spürte einen elektrischen Impuls durch seine Hände, durch mich hindurch ziehen. Aber ich war noch immer nicht fähig, ganz in mir zu sein und mich zu bewegen. Er stand auf und zündete das Licht an. Meine Augen waren immer noch geschlossen, aber ich erlebte seinen Gesichtsausdruck. 

Er wurde plötzlich sehr bleich und riss seinen Mund auf. Schweisstropfen bildeten sich an seinem Haaransatz. Er atmete schwer. Ich hatte noch nie vorher einen solch angsterfüllten Ausdruck in seinem Gesicht gesehen. Er packte mich und zerrte meinen Leib nach oben zu ihm, in der Hoffnung, mich aufrichten zu können indem er rief: „AMY!! AMY, AMY!!!“ Immer wieder. Er versuchte meinen Puls zu fühlen. Mein Kopf fiel zurück und er zog meine Augenlider hoch. Er schrie meinen Namen förmlich aus. Er führte fort, meinen Leib zu schütteln (er beschrieb später, dass es so schwierig und schockierend war… und ich war sehr dünn/abgemagert in dieser Zeit). Ich spürte immer mehr elektrisierende Impulse in meinem ganzen Körper. Mit einem langen tiefen Atemzug sog ich ein und hing endlich in mir drin. Schlaff, ein- und ausatmend. Unfähig zu reden. 

Nach einigen Minuten fragte mich mein Mann: „Was muss ich tun? Soll ich die 911 anrufen?“ Ich antwortete beschwörend: „Nein. Mir geht es gut. Ruf niemand an. Ich muss mich nur für eine Minute hinsetzen“.  Er half mir ins andere Zimmer, wo ich mich auf die Couch setzte und versuchte, ihm zu erzählen was passiert war. Ich wusste nicht wo beginnen. Es würde Monate dauern, ihm alles zu erzählen was ich noch wusste. Ich kann einfach nicht alles aufschreiben hier, weil nur schon das Wichtigste Wochen brauchen würde zum Aufschreiben von alledem, was ich nach und nach zu verstehen begann.  

Ich hatte weiterhin Visionen, unglaubliche Träume und noch mehr Erfahrungen erhalten, welche ganz persönlichen Unterricht bedeuteten und andere, sehr heilige Vorkommnisse. 

Aber ich fühlte mich auf der Stelle perfekt gesund, seit ich völlig in meinen Leib zurückgekehrt war. Ich weigerte mich, medizinische Untersuchungen zu machen. Ich war glücklich und zufrieden. 

Seither, änderten sich die Dinge für mich. Meine Gesundheit war zurückgekehrt. Ich wurde jedes Jahr stärker und stärker. Zu meiner eigenen Überraschung, fand ich am Tag nach diesem Ereignis, dass ich mich gesund fühlte, ausser, dass ich keinerlei Fleisch mehr zu mir nehmen konnte. Ich esse eine Menge Rohkost. Meine Kinder und mein Mann essen jetzt mehrheitlich auch so, und wir fühlen uns alle super. 

Ich konnte nicht mehr länger mitmachen in meiner Religion wo ich aufwuchs. Das war nicht leicht für mich davonzulaufen, aber ich konnte nicht bleiben und meine eigene Wahrheit und Überzeugung aufrecht erhalten. Und dennoch empfinde ich Dankbarkeit, in diesem Glauben aufgewachsen zu sein und vertraue, dass es mir zweckdienlich war. Ich bin völlig einverstanden mit anderen in der Wahl ihrer Religion. 

Ich fand, ich hätte viel weniger Wünsche. Während der ersten Woche nach meiner NDE, habe ich mein Haus ausgemistet, wollte einige Dinge los werden, viel Dekorationen, Musik-CDs, die ich nicht mehr in Harmonie fand mit meinen gewünschten Schwingungen etc.  Ich verlor meinen Wunsch zu Shoppen, so viel ich doch eigentlich vorher schon hatte. 

Ich hatte gut ein paar Wochen lang nach meiner Rückkehr Licht in und um jedes Ding sehen können. Ich konnte auch in die Aura sehen, die um uns ist. Ich konnte die Schwingung sehen und fühlen in allem rund um mich herum. Meine Sinne waren alle viel ausgeprägter. Vieles davon fand ich interessant und erheiternd, und einiges davon auch erschreckend und verwirrend. So forderte ich, nach einiger Zeit, diese Hellsichtigkeit rückgängig werden zu lassen, mich sozusagen zurück zur Normalität gehen zu lassen. Und die Dinge wurden weitgehend wieder normal. 

Ich fuhr fort mit meiner Fähigkeit, bis zu einem gewisse Grad, meinen Führer zu erreichen. Ich begann zu beten, meditieren und mich zu verbinden mit ihm. 

Jesus, der immer mein Beispiel war, war immer noch mein Beispiel, aber ich nahm weniger Bezug auf die technischen Seiten seiner Geschichte, ob gewisse Details Tatsache waren oder nicht, als vielmehr den Kern seiner Lehre, der die Absicht seines Geschenkes an uns war. „Sei so zu andern, wie du willst, dass andere zu dir sind“. Es machte mir nichts aus ob er existierte oder ein Mythos war. Ich wusste, dass das keine Rolle spielen würde. Ich wurde auch anderes über  das Urchristentum gelehrt, das so verfälscht wurde, und ich habe vieles mitbekommen davon.  

Ich wurde aufgeschlossen für Verehrung und Respekt gegen jedermann, der ein Beispiel für diese Urlehre abgibt. – Die Goldene Regel. Ich fand Gutes (Gott) an VIELEN Orten nebst den Lehren von manchen Religionen und Überzeugungen. Sogar bei Atheisten, sofern sie an ihre Prinzipien glaubten, entdeckte ich „Gutes“ in ihnen. 

Binnen einiger Tage seit meiner Rückkehr vom NDE, traf ich eine Frau, die von einigen anderen getröstet wurde. Als alle weg waren, fragte ich sie, was passiert sei, und sie erzählte mir, dass sie soeben herausgefunden hatte, dass ihre Tochter verstorben war. Sie wurde in Südkalifornien gefunden und sie wusste nicht, warum und wie sie starb. Ich fragte nach einem Foto von ihrer Tochter, weil ich die starke intuitive Überzeugung hatte, ihrer Tochter im Jenseits begegnet zu sein. 

Am nächsten Tag trafen wir uns bei mir zu Hause. Sie hatte ein Schwarzweissfoto ihrer Tochter. Und richtig, ich erkannte sie. Ich sagte: „Hatte sie eine hübsche rötliche Haarfarbe und die ungewöhnlichsten grünen Augen?“ Sie antwortete: “Ja, hatte sie“. Ich berichtete ihr von meiner NDE und wie ich dieses schöne Mädchen antraf und es mit mir redete und mich fragte, ob ich ihre Familie informieren könne. Ich erzählte ihr alles, an was ich mich erinnern konnte von dem, was sie mir sagte, und es war der Mutter völlig klar. Sie sagte mir, dass sie kurz vor dem Tod von anderen gehört hatte (sie und ihre Tochter hatten sich entfremdet), dass sie begonnen hatte zu singen und dies leidenschaftlich liebte. Das waren private Informationen, die ich ihr zu geben vermochte, die dieser Frau so gut taten. Ich berichtete ihr weiter von dem Bedauern ihrer Tochter, dass sie die Zeit auf Erden nicht besser ausgenützt hätte. Wir vernahmen rund eine Woche späte durch den Untersuchungsrichter, wie sie gestorben war. Das war mir eine Bestätigung für das, was mir die junge Frau gesagt hat im Jenseits über ihre Todesursache. 

Ich erlebte viele, viele wunderliche Dinge seit meiner NDE. Es würde zu weit führen, alles aufzuzählen. Aber es war das Allergrösste, was mir je passiert war. 

Ich strample immer noch mit meinen eigenen weltlichen und persönlichen Angelegenheiten. Ich fühle mich nur mehr aufmerksam und gewissenhaft, mit einigen wachsenden Fähigkeiten und zunehmendem Verständnis. 

Ich lernte nach meiner Rückkehr während der Meditation, dass ich durch das spezifische Portal mit anderen gezogen wurde, die sich selbst zu ihrem Ableben gebracht hatten, weil ich so viele Jahre starke Medikamente eingenommen hatte wegen meinen gesundheitlichen Problemen, die mich langsam aber sicher zum Tode führten. Und dass ich mich über kurz oder lang als hilfloses Opfer gesehen hatte. In meiner Qual und meinen Sorgen wurde ich völlig selbstbezogen und blieb stehen im persönlichen Wachstum. So lernte ich, indem ich andere sah durch diesen Abschnitt gehen, dass ich mich selber loszulassen hatte, Meine persönliche „Opferrolle“ aufzugeben. Ich gab alles auf, was mir Ärzte an Stempeln aufgedrückt hatten wegen meinen gesundheitlichen Problemen, und gab meine „Rolle“ auf, von dem was ich dachte, wie bemitleidenswert  ich sei. Ich arbeitete in Richtung Bescheidenheit und wendete mich dem Lernen und Wachstum zu. Ich übernahm volle Verantwortung für mein eigenes Leiden und beschämte niemanden und nichts mehr. Ich versuchte herüberzubringen, was ich im Jenseits erfuhr an perfekter Liebe, an die ich mich noch zu erinnern vermochte und verschmolzen war darin.

Fragebogen 

War es schwierig, die Erfahrung in Worten auszudrücken?

Ja. Der emotionale Aspekt des Erlebnisses war dermassen intensiv, sodass  ich keine passenden Worte finden kann. 

Zur Zeit der Erfahrung, gab es ein dazu in Bezug stehendes lebensbedrohliches Ereignis?

Ungewiss. Ich war gerade in schlechtem gesundheitlichen Zustand in dieser Zeit mit chronischen Schmerzen und unfähig schlafen zu können. Mein Arzt versuchte mir zu helfen, indem er mir Medikamente anbot, die, wie er fand, meinen Schmerz etwas betäuben würden. – Die versuchshalber nicht gerade schmerztötend waren, aber diesen Nebeneffekt hatten. 

Zu welchem Zeitpunkt  während der Erfahrung erlebten Sie den höchsten Grad des Bewusstseins und der Wachsamkeit?

Während ich mitten unter den Sternen war mit meinem Führer und mir alle Arten von Wissen und Wahrheiten gezeigt oder beigebracht wurden, fühlte ich mich voll konzentriert und aufmerksam… so was von perfekt präsent in jenem Moment, dass ich alles von meinem Erdenleben vergessen hatte. Ich vergass in dieser Zeit selbst meinen Mann und meine Kinder. 

Wie lässt sich dieser  höchste Grad des Bewusstseins und der Wachsamkeit während der Erfahrung  in das Verhältnis setzen zu Ihrem normalen alltäglichen Bewusstsein und Aufmerksamkeit?

Mit höherer Aufmerksamkeit und höherem Bewusstsein als normal. 

Falls  Ihr höchster Grad des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit während der Erfahrung anders war als Ihr alltägliches Bewusstsein und Aufmerksamkeit, bitte erklären Sie dies:

Siehe oben bei der Frage: Zu welchem Zeitpunkt während der Erfahrung… 

Unterschied sich Ihr Sehvermögen in irgendeiner Weise von ihrem normalen, alltäglichen Sehvermögen (in jeder Hinsicht, so wie Klarheit, Sichtfeld, Farben, Helligkeit Tiefenwahrnehmung, Grad der Undurchsichtigkeit/Transparenz von Objekten, etc.)?

Ja. Alles war sehr viel klarer und lebhafter. Und man konnte jedes Ding in verschiedenen Weisen sehen. Nicht nur die Oberfläche. 

Unterschied sich Ihr Hören in irgendeiner  Weise von Ihrem normalen, alltäglichen  Hören (in jeder Hinsicht, so wie Klarheit, Fähigkeit, die Quelle des Geräusches zu erkennen, Tonhöhe, Lautstärke, etc.)?

Ja. Ich hörte die Dinge auf  telepathische  Art. So lässt  es sich nicht vergleichen. Alles war perfekt, weil ich mich nicht anstrengen musste etwas zu hören. 

Erlebten Sie eine Trennung Ihres Bewusstseins von Ihrem Körper?

Ja. 

Welche Emotionen spürten Sie während der Erfahrung?

Ich spürte ein absolutes Hochgefühl, Glückseligkeit, vollkommenen Frieden, und zeitweise Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und sogar Angst. Aber jedes Gefühl bezog sich auf das, was ich anschaute oder lernte oder auswählte zu erleben. 

Reisten Sie in oder durch einen Tunnel oder einen abgetrennten Bereich?

Ja. Aber ich war so schnell, ich schätze, dass ich diesen Teil nicht mehr gut wiedergeben kann. Ich erinnere mich eher an den Sinneseindruck als an das Gesehene. Es war gerade wie eine starke Sogwirkung in eine Luftleere und sehr viel schneller als ich mich erinnern kann. 

Sahen Sie ein Licht?

Ja. Ich kam durch verschiedene Bereiche hindurch, mit unterschiedlichen Helligkeitsstufen. Der Führer, der bei mir war, hatte so viel Licht, das aus seinem Gesicht strahlte. 

Trafen oder sahen Sie andere Wesen?

Ja. Solche, die auch durch das Portal kamen. Viele gestorbene. 

Erlebten Sie eine Rückschau auf vergangene Ereignisse Ihres Lebens?

Ja. Alles zog an mir vorüber. Mein Führer stand nahe bei mir während der Rückschau. Ich erlebte keine Verurteilung. Ich war nur da um mich selber verstehen zu lernen und die anderen um mich herum. Es war wundervoll und belebend. 

Beobachteten oder hörten Sie etwas in Bezug auf Menschen oder Ereignisse während Ihrer Erfahrung, das später bestätigt werden konnte?

Ja. Ich traf ein Mädchen, das verstarb und dessen  Mutter ich später fand, und ich war imstande, herauszufinden, dass es tatsächlich ihre Tochter war, die ich antraf und die mir persönliche Informationen mitgab. 

Sahen oder besuchten Sie irgendwelche schönen oder sonst wie besonderen Orte, Ebenen oder Dimensionen?

Ja. Niedrigere, mehr astral wirkende Orte, und höhere, lichtvollere und schöne Orte. 

Hatten Sie ein Gefühl von verändertem Raum oder veränderter Zeit?

Ja. Die Zeit war anders. Ich hatte es schwer, die Dinge richtig einzuordnen als ich zu erklären versuchte was mit mir passierte. Es fühlte sich an, als wenn es sehr lange gedauert hätte, und ich so viel Informationen und Erkenntnisse weitergegeben hätte, und noch jetzt, denke ich, dass ich nicht allzulange ausserhalb meines Körpers war, sonst wüsste ich nicht, ob ich überlebt hätte. Es muss sich nur um Minuten gehandelt haben. Wir wissen es nicht. 

Hatten Sie das Gefühl, als hätten Sie besonderes Wissen, so z.B. über universale Ordnung und/oder deren Zweck?

Ja. Ich bekam Vertrauen in alle Dinge. Ich erkannte, dass da in allem die perfekte Ordnung ist. Und dass Gott die Essenz oder der Lebenshauch in allen Dingen und überall ist. Mein Verständnis von allem was ich brauche, religiös gesehen, wurde viel einfacher: “ Lerne zu lieben“, „Sich nicht zu sorgen“. Sehr einfach und schön. 

Erreichten Sie eine Grenze oder eine begrenzende physische Struktur?

Ja. Ich war mir sehr bewusst, dass man nicht einfach starten und absolut  irgendwohin gehen konnte. Ich spürte pulsierende und frequenzgesteuerte Grenzen. Wenn sich deine eigene Frequenz sozusagen an ein gewisses Merkmal hielt oder  in der Bahn blieb, war es wie das Anstossen an einer Wand und Versuchen, sich in andere Orte fortzubewegen. Der am meisten Geläuterte konnte sich durch alles hindurch bewegen. 

Wurden Sie sich zukünftiger Ereignisse bewusst?

Ungewiss. Auf eine Art schon, ja. Aber vieles davon blieb in mir drin. Ich wusste auch, dass gewisse grundlegende Ereignisse ausgedehnt werden konnten aufgrund unserer eigenen Wahl als menschliches Wesen, oder beschleunigt werden konnten. Diese Dinge waren für mich präzise, aber ich hatte kein zeitliches Gespür dafür. Alles was ich auffasste als was „kommen wird“, fühlte sich an, als wäre es JETZT, und sogar jetzt passieren hier Dinge, in chronologischer  Abfolge, in einer bestimmten Reihenfolge und in jetziger Zeit. Deshalb verwirrte mich dies und so ignoriere ich oft was ich spüre. 

Hatten Sie übersinnliche, hellseherische oder andere besondere Gaben nach der Erfahrung, die sie vor der Erfahrung nicht hatten?

Ja. Eine Zeit lang konnte ich sehr gut sehen. Ich konnte sogar in die Zellstruktur hineinsehen. Ich konnte unbelebte Sachen wie einen Stuhl oder einen Teppich lebendig sehen. Dies entwickelte sich nach einer gewissen Zeit zu einer viel zu grossen Ablenkung, sodass ich mich dermassen stark einnahm, dass ich mich nicht mehr auf meine täglichen Verrichtungen konzentrieren konnte, und ich darum bat, es wieder rückgängig werden zu lassen. Ich kann mich ebenso in einen meditativähnlichen  Zustand versetzen und erhalte Antworten auf meine Fragen und Visionen und Träume, was für mich sehr prophetisch und lebensverändernd wirkt. Ich wurde fähig, anderen zu helfen, mit dem was ich für sie gesehen habe, aber ich behalte ihre eigenen Informationen privat. 

Haben Sie Ihre Erfahrung anderen gegenüber erwähnt?

Ja. Zuerst teilte ich sie meinem Ehemann mit. Ich kam reichlich verwirrt in die Wirklichkeit zurück. Anfänglich war ich überwältigt und aus meinem inneren Gleichgewicht und versuchte die Dinge zu beschreiben, Dinge, die ich bis dahin noch nicht zu erklären wusste, die mich verrückt erscheinen liessen. Es kostete mich ein gutes Jahr oder zwei, bevor ich mich auf  logische Art ausdrücken konnte, dass es intelligent herüberkam. 

Wussten Sie VOR Ihrer Erfahrung von Nah-Tod Erlebnissen?

Nein. 

Wie beurteilen Sie die Wirklichkeit Ihrer Erfahrung kurz (Tage bis Wochen) nachdem Sie diese erlebten:

Die Erfahrung war definitiv realistisch. Ich wusste ohne jeden Zweifel dass es real war, aber zurück in meinem eigenen Körper und umgeben von alledem wovon ich vorher eingenommen wurde, bekam ich Panik und fragte mich, was der nächste Schritt sein soll. Ich hatte Angst und wünschte wieder zurückzukehren. Die Welt fühlte sich beängstigend an. Ich vermisste den tiefen Frieden, den ich im Jenseits erfuhr. Es packte mich manchmal, mich an alles zu erinnern was ich gelernt hatte und mir in Erinnerung zu rufen, dass ich jederzeit  Vertrauen haben und im Frieden sein kann mit dem, was laufend auf mich zukommt in meiner Existenz. Es ist ein schwieriger Übergang.